Do., 19.10.2017

Handball: Landesliga Kellerkinder Kinderhaus und Münster 08 im Derby unter sich

Zuschauer im Derby: Jan Limke (r.) fehlt dem SC Münster 08 wie Niels Sibbersen aufgrund eines Bänderrisses.

Zuschauer im Derby: Jan Limke (r.) fehlt dem SC Münster 08 wie Niels Sibbersen aufgrund eines Bänderrisses. Foto: ljk

Münster - 

Es lief bislang wirklich nicht nach Wunsch für die beiden Landesligisten der Stadt. Westfalia Kinderhaus feierte zuletzt immerhin den ersten Saisonsieg, der SC Münster 08 kassierte dagegen vier Pleiten in Serie. Abstiegskampf ist das Motto.

Von Uwe Niemeyer

Es ist ein wahres Nachbarschaftstreffen, das Lokalderby in der Handball-Landesliga der Männer zwischen dem SC Münster 08 und Westfalia Kinderhaus am Samstag (17 Uhr, Sporthalle Ost). Nicht nur geografisch betrachtet – auch tabellarisch. Schließlich trennen beide Teams nur zwei Zähler, Westfalia (2:8 Punkte) kann im Erfolgsfall mit Nullacht (4:8) – bei einem Spiel weniger – nach Pluspunkten gleichziehen.

Allerdings könnten die Vorzeichen besser stehen. Auch wenn Kinderhaus vor Wochenfrist im fünften Anlauf den ersten Saisonsieg feierte und das sogar nach einem Kraftakt in Halbzeit zwei. Denn während es im eigenen Kasten vor der Pause 19 Mal rappelte, schlug es danach nur noch drei Mal ein. So konnte ein Sieben-Tore-Rückstand wettgemacht werden. Gleich ein beteiligtes Trio steht aber am Samstag nicht zur Verfügung. Mit Tobias Berger fehlt nicht nur der einzige Linkshänder, sondern auch Niklas Elting und Gerrit Orlowski machen Ferien. Da trifft es sich gut, dass sich Marco van Heek inzwischen als echte Verstärkung entpuppt hat. „Ich hätte gerne auf die siegreiche Mannschaft gesetzt, muss nun aber umbauen“, zuckt Sebastian Dreiszis mit den Schultern. Zwar freut sich der Westfalia-Coach über „die kurze Anfahrt“, tritt diese nicht nur wegen der achtbaren Niederlage des Gastgebers gegen den TV Isselhorst zuletzt mit gemischten Gefühlen an. „Angeschlagene Boxer sind bekanntlich gefährlich.“

Und die Wirkung von nun schon vier Niederlagen in Folge verhehlt auch sein Gegenüber nicht. „Das gibt schon zu denken“, gesteht Björn Hartwig. Immerhin sieht er aber auch den Kontrahenten in der Pflicht: „Wir müssen, Westfalia auch. Jeder weiß, worum es geht.“ Was für den Nullacht-Trainer, der nach Niels Sibbersen mit Jan Limke nun den zweiten am Knöchel lädierten Spieler beklagt, ein Argument für einen Spielbesuch ist. „Objektiv betrachtet ist das Derby aktuell doch das münsterische Highlight im Handball.“ Und in dem steht diesmal auch einiges auf dem Spiel.



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