Mo., 06.11.2017

Fußball: Kreisliga A Gelmer, Borussia, Westfalia und Nienberge gefällt die Verfolgerrolle

System verstanden, Chance genutzt: Lasse Kinzler (l.) ist einer der Westfalia-Spieler, die sich in der A-Liga-Mannschaft einen Einsatz im Bezirksliga-Team verdienten.

System verstanden, Chance genutzt: Lasse Kinzler (l.) ist einer der Westfalia-Spieler, die sich in der A-Liga-Mannschaft einen Einsatz im Bezirksliga-Team verdienten. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Was haben GW Gelmer, Westfalia Kinderhaus II, Borussia Münster in der A 1 sowie der SC Nienberge in der A 2 gemein? – Sie machen Druck auf den Tabellenführer. Allerdings kommen sich zwei davon nun in die Quere.

Von Uwe Niemeyer

Verändertes Bild im Kreisliga-Oberhaus: Führten münsterische Teams in der Vorsaison die beiden Staffeln an und zählten zu den Top-Favoriten, begnügen sie sich aktuell und nach knapp einem Drittel der Spielzeit „nur“ mit der Verfolgerrolle. Dies mit GW Gelmer, Westfalia Kinderhaus II und Borussia Münster in der A 1 sowie dem SC Nienberge in der A 2 durchaus in geballter Form.

Vor allen Dingen die Westfalia-Zweite und Borussia lassen nicht locker. Im Gleichschritt mit 25 Zählern sitzen sie den Grün-Weißen aus Gelmer (26 Punkte) im Nacken und wollen auch auf Tabellenführer SG Telgte (32) Druck ausüben. Die letzte Niederlage kassierte Kinderhaus eben gegen den Primus. Ähnlich wie die erste Westfalia-Garnitur in der Bezirksliga präsentiert sich die Zweite längst souverän. Ein Zufall? Oder eine erfolgreiche Windschattenfahrt? „Das ist sicher ein Grund“, bestätigt Stefan Kloer: „Wir profitieren von dem Lauf der Ersten und gelegentlichen Abstellungen.“

Doppelpass in Kinderhaus kommt an

Obwohl der Kreisliga-Dritte nicht etwa mit einer verkappten Bezirksliga-Elf aufläuft. In den vergangenen beiden Spielen musste es sogar gänzlich ohne Leihgaben von oben gehen. Vor zwei Wochen gab die Reserve sogar Kapitän Niels Lautenbach für einen 90-minütigen Bezirksliga-Einsatz ab. Was die Ausfallliste auf ein Dutzend Akteure anwachsen ließ. Doch wenn Spieler aus der Ersten Praxis sammeln sollen, wie ein Trio in der Partie gegen den VfL Sassenberg, geben sie sich motiviert. „Jeder will sich bei uns beweisen und für höhere Aufgaben empfehlen“, lobt Kloer zufrieden. So etwa Lasse Kinzler, der vor einer Woche auf sich aufmerksam machte und mit einem Startelfplatz am Sonntag belohnt wurde. Ein Doppelpass, der derzeit in Münsters Norden Früchte trägt. „Wir sind gut dabei“, gesteht Kloer.

Doch es ist nicht nur das personelle Wechselspiel. Auch der Kader ist besser aufgestellt. „Wir haben in der Breite, aber auch bei der Qualität zugelegt“, gesteht der Trainer. Lars Gorny, der beim 4:0-Sieg über den SC Hoetmar am Sonntag ebenso doppelt traf wie eine Woche zuvor beim 3:0 in Warendorf, sowie Mathias Lübke und Chris Rensing haben ihren Zweck als Neue nicht verfehlt. „Die drei tun uns einfach gut“, sagt Kloer. Dass sein Team – im Gegensatz zu Telgte und Gelmer – keinen Druck verspürt, kommt hinzu. Das Saisonziel „Platz sechs plus“ scheint jedenfalls mehr als erreichbar.

Borussia seit zwei Monaten ungeschlagen

Nicht minder gut in der Spur ist auch Borussia. Zum letzten Mal leer ging das junge Team von Coach Yannick Bauer vor knapp zwei Monaten am 10. September und der 1:2-Niederlage beim FC Münster 05 leer aus. Zuletzt drei Unentschieden in fünf Spielen verhinderten bei zwei Siegen allerdings einen weiteren Vorstoß.

Noch. Denn der winkt schon am kommenden Sonntag (14.30 Uhr), wenn es im direkten Duell der Nachbarn und Verfolger auf eigenem Platz eben gegen Westfalia II geht.



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