Di., 07.11.2017

Fußball: 3. Liga Preußen checken ihre Form in Groningen ohne Al-Hazaimeh

Adriano Grimaldi (r.) trainiert nach seinem Hexenschuss wieder.

Adriano Grimaldi (r.) trainiert nach seinem Hexenschuss wieder. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die linke Offensivseite ist eine Problemposition beim SC Preußen. Jetzt hat sich auch noch Jeron Al-Hazaimeh, der diese Stelle zuletzt bekleidete, im Training verletzt. Im Test beim niederländischen Erstligisten FC Groningen fehlt er auf jeden Fall.

Von Thomas Rellmann

In der niederländischen Ehrendivision ist Preußen Münster offenbar ein gern gesehener Sparringspartner. Wie in der vorangegangenen Länderspielpause tritt der Drittligist im Nachbarland zum Test an. Am Mittwoch (15 Uhr) sind beim FC Groningen diesmal sogar Zuschauer zugelassen. Die müssen für den Weg allerdings zweieinhalb Stunden Fahrt in Kauf nehmen.

Wertvolle Schlüsse

Für SCP-Coach Benno Möhlmann ist diese Anreise allerdings gut investierte Zeit. „Diese 90-minütigen Einsätze kann man im Training so nicht simulieren“, sagt er. Auch aus der Begegnung bei Twente Enschede, die sein Team mit 1:0 gewann, zog er vor vier Wochen wertvolle Schlüsse.

Ein Schaulaufen für die vielen interessanten Nachwuchskräfte im Verein wird das Spiel allerdings nicht. Einzig Luca Steinfeldt, der Knipser der U 23, der schon wieder die Torjägerwertung anführt, kehrt nach einem Intermezzo im Sommer für einige Tage zurück in den Trainingskader der Profis. Auch weil A-Junior Justin Steinkötter schulisch gefordert ist, Kapitän Adriano Grimaldi wegen seines Hexenschusses nicht über die volle Distanz gehen soll und mit Steinfeldts Ausbildungsleiter eine Vereinbarung getroffen wurde, nach der er für sportliche Chancen frei bekommt.

Eine bleibende Problemzone

Auch am Mittwoch absolvierte er bereits eine Einheit mit den Profis. Dort fehlte neben den Dauerpatienten auch Michele Rizzi, der wegen eines dicken Knöchels in dieser Woche außen vor ist. Zudem verletzte sich auch noch am Morgen Jeron Al-Hazaimeh, der umknickte und vermutlich eine Weile pausieren muss. Die linke Offensivseite bleibt damit erst recht eine Problemzone. Auch weil Möhlmann bei Moritz Heinrich, der von seiner Veranlagung her perfekt auf die Position passen würde, erwartet, „dass er noch konzentrierter und bewusster“ auftritt.

Zwei Aushilfslösungen

Dem Coach ist vieles bei dem Ex-Löwen noch zu lasch. „Dabei bringt er einiges mit, ist dynamisch und beidfüßig.“ Vielleicht bietet die Partie in Groningen für den 20-Jährigen die Möglichkeit, Pluspunkte zu sammeln. Gelingt das auf Dauer nicht, müsste sich Möhlmann mit den Aushilfslösungen Philipp Hoffmann und Martin Kobylanski für diese Stelle begnügen, die eigentlich anderswo eher ihre Stärken haben.

Dass der Club im Winter hier noch mal nachlegt, ist eher unwahrscheinlich. „Es gibt kein Trainingslager und auch keine Verstärkungen – das ist zumindest der jetzige Stand“, sagt der Trainer. Ob ein Votum für eine Ausgliederung an dieser Einschätzung noch etwas ändern kann, ist zudem offen.



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