Mi., 08.11.2017

Reiten: DKB-Riders Tour Baackmann mit Siegchancen beim Finale in München

Eine Menge Hindernisse nahmen Jens Baackmann und seine Stute Carmen in diesem Jahr. Nun will das Duo bei der letzten Station der DKB-Riders Tour im Kampf um den Gesamtsieg ein gewaltiges Wort mitreden.

Eine Menge Hindernisse nahmen Jens Baackmann und seine Stute Carmen in diesem Jahr. Nun will das Duo bei der letzten Station der DKB-Riders Tour im Kampf um den Gesamtsieg ein gewaltiges Wort mitreden. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Krone der DKB-Riders Tour ist zum Greifen nahe für Jens Baackmann. Der Mann vom RV Albachten hat in der Münchner Olympiahalle zumindest als einer von sieben Startern noch die Chance auf den Gesamtsieg. Satteln wird er Carmen und Quantara.

Von Henner Henning

Vor der letzten Station der DKB-Riders Tour in München ist das Rennen um den Titel „Rider of the year“ so spannend wie noch nie. Mindestens sieben Reiter haben noch mehr als berechtigte Chancen auf den Gesamtsieg, ganze acht Punkte trennen den führenden Österreicher Christian Rhomberg vom siebtplatzierten Italiener Emanuele Gaudiano (22 Zähler).

Und mitten drin im Kreise dieser Anwärter mischt auch ein Münsteraner mit: Jens Baackmann hat in der Olympiahalle die Möglichkeit, sein ohnehin schon starkes Jahr zu krönen.

Im Januar in der Halle Münsterland begann sein Triumphzug, beim K+K-Cup gewann der Springreiter des RV Albachten den Großen Preis – und wiederholte diesen Triumph auch bei seinem sommerlichen Heimspiel vor dem Schloss. 20 Punkte kassierte Baackmann beim Turnier der Sieger, das neben Hagen a.T.W., Hamburg, Wiesbaden, Paderborn und München Teil der Riders Tour ist. Sein Husarenstück sowie ein achter Platz in Ostwestfalen öffnen dem 33-Jährigen nun die Tür zum großen Wurf, mit 28 Zählern liegt er nur knapp hinter Spitzenreiter Rhomberg. Eine überbordende Erwartungshaltung aber erlegt er sich nicht auf, sondern versucht vielmehr, mit kühlem Kopf in die entscheidende Prüfung am Sonntag zu gehen. „Natürlich habe ich meinen Winterplan nach München ausgerichtet. Aber ich versuche, mich nur auf mich zu konzentrieren. Auch wenn mein Jahr gut läuft, heißt es nicht, dass es auch in München automatisch gut läuft“, sagt Baackmann, der mit Carmen und Quantara in die bayrische Landeshauptstadt reist.

Dabei ist Carmen, seine Nummer eins im Stall, für den Großen Preis vorgesehen – fast logisch nach den Triumphen in Münster. Dass seine zwölfjährige Stute den Einstieg in die Hallensaison gut gemeistert hat, bewies Platz zwei beim Großen Preis in Herning (Dänemark). „Carmen ist in dieser Hinsicht umkompliziert, ist ein Draußen- wie ein Hallenpferd“, erklärt Baackmann, der sich für München folgende taktische Marschroute überlegt hat. Am Freitag geht Carmen im Eröffnungsspringen, um sich an die Gegebenheiten in der Olympiahalle zu gewöhnen. Am Samstag dann übernimmt Quantara im Championat, das gleichzeitig die Qualifikation für den Großen Preis ist. Für den ist Baackmann gesetzt, ein kleines Risiko aber bringt der Verzicht auf sein Top-Pferd dennoch mit sich. „Die Gefahr, dass ich mit Quantara ein, zwei Abwürfe habe, ist da. Dann müsste ich am Sonntag recht früh starten, was schon ein Nachteil wäre. Aber mir ist es wichtiger, dass ich Carmen schonen und so frisch halten kann“, sagt Baackmann, der ganz unabhängig vom Ausgang in München schon jetzt mit dem Jahr 2017 mehr als zufrieden ist. „Das war von den sportlichen Erfolgen und für meinen Betrieb das beste Jahr meiner Karriere.“ Und das nimmt vor dem Finale der Riders Tour eine Menge Druck.► Ebenfalls in der Olympiahalle dabei sind die Springreiter Gerrit und Lars Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck). Für die Springprüfungen (mit Wolterra) sowie für die Dressur (mit Franziskus und Geraldine) hat Ingrid Klimke genannt. Ihre Dressur-Pferde unterziehen sich einem Formcheck vor dem Finale des Louisdor-Preises in Frankfurt.



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