Do., 09.11.2017

Basketball: Frauen-Oberliga UBC und Kinderhaus gehen mutig in das Weihnachtsgeschäft

Gerüstet für die heiße Phase: Westfalias Winoa Schölei und Tina Schröder (l.).

Gerüstet für die heiße Phase: Westfalias Winoa Schölei und Tina Schröder (l.). Foto: Heimspiel/Lacroix

Münster - 

Fünf Siege, eine Niederlage – der Saisonstart ist dem UBC Münster nach dem Abstieg aus der Regionalliga geglückt. Die Damen sind oben dabei. Genau andersherum sieht die Bilanz von Westfalia Kinderhaus aus. Doch auch der zweite heimische Oberligist strahlt Zuversicht aus.

Von Henner Henning

Die Ziele sind konträr, die Bilanz nach einem Viertel der Saison liest sich entsprechend gegensätzlich. Und doch eint die Trainer der Basketball-Oberligisten UBC Münster und Westfalia Kinderhaus eines: die Zuversicht, in den Wochen vor Weihnachten wichtige Punkte zu sammeln.

Mit Markus Wagner als neuem Coach sind die aktuell drittplatzierten UBC-Damen nach dem Abstieg aus der Regionalliga in die neue Spielzeit gegangen. Der Auftakt, allerdings personell noch arg geschwächt, missriet mit der 41:50-Pleite beim TV Hörde.

Doch es blieb die einzige Niederlage bislang, fünf Siege in Serie deuten auf ein gewachsenes Selbstvertrauen. „Trainer und Team haben sich gefunden. Alle sind total motiviert, wir fangen ja gerade erst an“, sagt Wagner. Es hört sich an wie eine Kampfansage, zumal Münster in der ohnehin starken Defense – mit nur 50 Punkten im Schnitt gegen sich stellt der UBC die zweitbeste Verteidigung – nun weitere taktische Optionen einführt. „Wir haben wechselnde Systeme, können in der Defense sehr druckvoll agieren und dem Gegner viele Probleme bereiten. Dazu sind wir offensiv sehr variabel auf allen Positionen aufgestellt und können gegen jede Mannschaft Lösungen finden“, erklärt Wagner. Und die wird Münster auch benötigen, warten bis zum Jahresende unter anderem die richtungsweisenden Partien gegen den TSVE Bielefeld II, Citybasket Recklinghausen II (beide noch ungeschlagen) sowie gegen den ASC 09 Dortmund und die Revanche gegen Hörde. „Wir sind darauf eingestellt, dass die entscheidenden Wochen kommen“, sagt Wagner, der vorerst auf Karolin Mersch (Knie) verzichten muss.

Auch Westfalias Coach Jonas Salomon weiß, was auf sein Team in naher Zukunft zukommt. Wie beim UBC stehen nun die Duelle gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf an, in dem sich Kinderhaus um die Neuzugänge Steffi Püth, Christina Jennert (beide UBC) und die aktuell verletzte Rückkehrerin Laura Bücker (TV Emsdetten) recht gelassen gibt. Obwohl es bislang beim Pflichtsieg gegen Schlusslicht TVG Kaiserau zum Saisonstart blieb. „Aber danach haben wir gegen die Top fünf der Liga gespielt. Nun kommt es darauf an“, sagt Salomon, der seiner Mannschaft eine gute Entwicklung auf dem Weg zum Klassenerhalt attestiert. „Wir machen taktisch viele neue Sachen, spielen andere System. Das brauchte seine Zeit und war am Anfang schwierig. Doch nun setzten wir es mehr und mehr um, sind variabler geworden. Und mutiger in der Offensive“, meint Salomon, der mit Westfalia wie der UBC in Runde drei des WBV-Pokals steht.

Auch dies eint die Liga-Konkurrenten, die mit Mut in das Weihnachtsgeschäft gehen. In dem soll es bis zu den Festtagen klingeln – in Form von Punkten auf dem tabellarischen Konto.



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