Do., 09.11.2017

Fußball: Bezirksliga Erste Niederlage für Westfalia Kinderhaus gegen SC Altenrheine

Deutlich vor dem Strafraum: Das Foul von Altenrheines Denis Nunes da Silva (l.) gegen Moritz Knemeyer war allenfalls freistoßwürdig.

Deutlich vor dem Strafraum: Das Foul von Altenrheines Denis Nunes da Silva (l.) gegen Moritz Knemeyer war allenfalls freistoßwürdig. Foto: Christian Lehmann

Münster - 

Die weiße Weste ist beschmutzt: Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus musste im Nachholspiel am Donnerstag gegen den SC Altenrheine beim 2:4 erstmals in dieser Saison in eine Niederlage einwilligen.

Von Thomas Austermann

Jetzt ist es passiert: Zwölf Spieltage lang hat Westfalia Kinderhaus die Bezirksliga nach Belieben dominiert. Elf Siege, ein Remis – das war die beeindruckende Bilanz. Seit Donnerstagabend ist das alles Makulatur, ist die Serie erstmal gerissen. Gegen den SC Altenrheine gab es ein 2:4. Überraschend, aber nicht unverdient, weil der Gast in der Schlussphase frech konterte und den Platzherren unter Flutlicht selbiges ausknipste. Der Erste, der sich stellte, um das 90-minütige ungewohnte Szenario zu analysieren, war, wer sonst, der Trainer: „Klar sind wir enttäuscht. Aber das haut uns nicht um. Wir haben zu viele Fehler gemacht und waren mitunter zu naiv in den Zweikämpfen. Die Niederlage zeigt, dass wir in Zukunft wachsam sein müssen“, so Marcel Pielage.

Es war ein rasantes Duell zweier Mannschaften, die erfrischenden Offensivfußball zelebrierten. Auf Kinderhauser Seite fehlte Jonas Kreutzer, der prüfungstechnisch in Enschede gebunden war. Für ihn rückte Dominic Tomasso in die erste Elf. Die erste Szene brachte gleich die Führung für den Favoriten. Moritz Knemeyer konnte nach 15 Minuten nur durch ein Foul gestoppt werden: Elfmeter. Die Aktion von Altenrheines Denis Nunes da Silva war allerdings vor dem Strafraum. Ein Geschenk, dass die Platzherren in Person von Kevin Schöneberg dankend annahmen (16.). Alles lief nach Plan, ehe der Spitzenreiter dann doch nach 32 Minuten eiskalt erwischt wurde, als Janis Schneider aus 22 Metern abzog und das Leder unhaltbar unter der Latte einschlug. Peng! Schneider, wieder dieser Schneider scheiterte nach 41 Minuten an Westfalias Nummer eins, René Steinke. Glück gehabt, durchatmen. Ein Klasse-Spiel.

Auch nach der Pause. Den Rückstand nach 51 Minuten (Luca Bültel), bei dem Tormann Steinke nicht die beste Figur machte, egalisierte drei Minuten später Mike Liszka (54.). Sein 13. Saisontor. Das 14. blieb ihm verwehrt, als er einen Gegner auf der Linie anschoss (75.). Das sollte sich rächen. Dustin Wolters (87.) und Kai Sandmann (90.+2) konterten gekonnt – 4:2. Vielleicht um ein Tor zu hoch.

W. Kinderhaus: Steinke – Wesselmann, Rensing, Schwinn – Eichler (82. Kinzler), Schöneberg, Göbel (61. Zeqiri), Liebert – M. Knemeyer – Liszka, Tomasso (77. Neufeld)



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5277973?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F