Fr., 10.11.2017

Fußball: 3. Liga Preußen wollen Ausgliederung im Januar 2018 vollziehen

Frank Westermann und Christoph Strässer (r.). 

Frank Westermann und Christoph Strässer (r.).  Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die Ausgliederung der Profi-Abteilung in einer Kapitalgesellschaft beschäftigt den SC Preußen seit über einem Jahr. Im Januar soll es endgültig so weit sein. Zumindest, sofern die Mitglieder zustimmen. Vorab kommt es jedoch noch zu einer Infoveranstaltung.

Von Thomas Rellmann

Geht es um mögliche Neuzugänge im Winter, um die Realisierung eines Nachwuchsleistungszentrums oder allgemein Zukunft und Ziele des SC Preußen, fällt immer dasselbe Stichwort: Ausgliederung.

Das Bestreben, eine GmbH & Co. KGaA zu gründen, so Investoren an Bord zu holen und neue Gelder zu generieren, hat der Verein vor über einem Jahr ausgegeben. Doch ein genauer Termin für diesen Schritt fehlt nach wie vor. In diesem Jahr wird er allerdings mit großer Sicherheit nicht mehr liegen, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Westermann bestätigt.

„Wir sind in der Endphase, gehen aber klar davon aus, dass wir eine separate Veranstaltung im Januar einberufen“, sagt er. Zuletzt hatten die Verantwortlichen auch die Idee verfolgt, an die reguläre Mitgliederversammlung am 17. Dezember eine weitere zur Geburtsstunde der Kapitalgesellschaft anzuhängen. Die Vorbereitung dieses für den Verein so elementaren Schritts verschlingt offensichtlich weit mehr Zeit als anfangs oder auch kürzlich noch geglaubt.

Präsident Christoph Strässer möchte die Dinge weiter intern halten, verweist auf die Feinabstimmung mit den Beratern von KPMG und hofft, dass sich der Verein in der nächsten Woche nach außen positionieren kann. Fest vorgesehen ist eine umfassende und konkrete Inforunde noch in diesem Jahr zusammen mit dem renommierten Wirtschaftsprüfungsunternehmen.

Sechs Spiele terminiert

► Der DFB hat sechs Spieltage exakt terminiert. Die Preußen spielen vor der Winterpause zwei Mal samstags um 14 Uhr zu Hause, gegen die SG Sonnenhof Großaspach (9. Dezember) und RW Erfurt (16. Dezember). Danach geht es sonntags zum SV Meppen (21. Januar, 14 Uhr), die Würzburger Kickers kommen freitags an die Hammer Straße (26. Januar, 19 Uhr). Samstags um 14 Uhr spielt der SCP bei Werder Bremen II (3. Februar) und beim 1. FC Magdeburg (10. Februar).

► Ob Fabian Menig, der am Mittwoch im Test beim FC Groningen (1:4) wegen eines Handspiels auf der Torlinie die Rote Karte sah, gesperrt wird, ist noch offen. Der Verein hat dem DFB Videomaterial zukommen lassen, um zu zeigen, dass der Verteidiger den Ball mit der Brust gespielt hat.

„Dort werden wir eine detaillierte Vorschlagsliste vorlegen und alles öffentlich transportieren“, sagt Westermann, der noch mal darauf verweist, dass dem Verein genügend Zusagen zur Beteiligung am neuen Investorenmodell vorliegen – ohne natürlich vorab die Namen zu nennen.

Dass der SCP – anders als Clubs wie zuletzt der VfL Bochum oder der VfB Stuttgart – keine sechsstellige Summe für eine Kampagne zum Thema in die Hand nimmt, erklärt der Jurist ganz simpel: „Dafür fehlt Preußen einfach das Geld.“ Zudem seien alle handelnden Personen ehrenamtlich tätig.



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