Di., 14.11.2017

Handball: Bezirksliga Historisch: Preußen/Borussia feiert ersten Bezirksliga-Sieg – HSG bleibt punktlos

Preußens Waldemar Lau (l.) traf gegen Gremmendorf/Angelmodde satte 14 Mal ins Schwarze und war damit ein Garant für den ersten Bezirksliga-Sieg seines Clubs.

Preußens Waldemar Lau (l.) traf gegen Gremmendorf/Angelmodde satte 14 Mal ins Schwarze und war damit ein Garant für den ersten Bezirksliga-Sieg seines Clubs. Foto: Heimspiel/Andreas Teipel

Münster - 

Es war ein Duell in den Tiefen des Tabellenkellers. Doch am Ende des Derbys gab es etwas Geschichtsträchtiges zu vermelden: Aufsteiger Preußen/Borussia feierte erstmals in der Bezirksliga einen Sieg – und vergrößerte damit die Krise bei der benachbarten HSG Gremmendorf/Angelmodde.

Von Justus Heinisch

Nach der Schlusssirene der Partie zwischen Preußen/Borussia Münster und Gremmendorf/Angelmodde wurde es laut im Lager der Adlerträger. War es das Knacken des geplatzten Knotens, das Geräusch der Steine, die massenweise von den Herzen fielen oder einfach der Jubel über den ersten Bezirksliga-Sieg der Vereinsgeschichte (29:20)?

„Wir sind alle optimistischer als vorher“, sagte Preußen-Coach Kai Kerkhoff nach dem Premieren-Erfolg. Dass sich der Aufsteiger so deutlich gegen die vorher ebenfalls sieglosen Gremmendorfer durchsetzte, lag an einem konzentrierten und abgezockten Auftritt. Dennoch mahnt Kerkhoff: „Es wird super schwierig, die Klasse zu halten.“

Er schaut bangen Blickes auf die Landesliga. Dort stehen einige Teams aus den Kreisen Münster und Euregio mit mindestens einem Bein im Abstiegssumpf. Läuft es ganz schlecht für die Bezirksligisten, steigen bis zu vier Teams in die Kreisliga ab. „Wir schauen einfach mal“, gibt sich Kerkhoff entspannt. „Es fühlt sich einfach gut an, den ersten Schritt gemacht zu haben.“

Kritik von Trainer Nowack

Stille herrschte nach Spielende bei den Gremmendorfern. „Das war nichts“, kritisierte Trainer Rainer Nowack. „Wir haben nicht stattgefunden und hatten keine Präsenz auf den Platz.“ Doch Nowack hat noch nicht aufgegeben – obwohl sein Team nach der Niederlage in der Ludwig-Erhard-Schule immer noch sehnlichst auf den ersten Zähler wartet: „Die zwei Punktverluste tun richtig weh“, meint der Trainer. „Zum einen, da wir uns intensiv auf die Partie vorbereitet hatten. Zum anderen, da wir die Punkte gebraucht hätten, um unten herauszukommen.“

Tabellarisch sieht es eben düster aus bei der Mannschaft, die in der vergangenen Landesliga-Saison hoffnungslos überfordert war. Dass es auch in der Bezirks­liga schwierig wird, weiß Nowack: „Wenn wir so auftreten, werden wir gegen den Abstieg spielen. Die Jungs kriegen aber alle Unterstützung, die sie brauchen.“ Was den Coach positiv stimmt, ist der Zug in den Übungseinheiten. Grundsätzlich ist er vom Team überzeugt: „Es ist ja noch nichts verloren. Wir haben gerade mal sieben Partien gespielt.“



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