Mi., 13.12.2017

Reiten: K+K-Cup Organisatoren lassen maximal minimale Veränderungen zu

Auf starke Herausforderer einstellen muss sich Jens Baackmann, der im vergangenen Januar beim K+K-Cup mit Carmen den Großen Preis von Münster gewann.

Auf starke Herausforderer einstellen muss sich Jens Baackmann, der im vergangenen Januar beim K+K-Cup mit Carmen den Großen Preis von Münster gewann. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das Großturnier im Januar muss sich gar nicht ständig neu erfinden. Der K+K-Cup funktioniert einwandfrei, deshalb setzen die Organisatoren vor allem auf Bewährtes. Festgelegt wurde jetzt die Startreihenfolge für die Bauern-Olympiade.

Von Henner Henning

Alle Jahre wieder – oder eben das geflügelte Wort „the same procedure as every year“ aus dem Kultklassiker „Diner for one“. Der K+K-Cup schreibt seit gefühlten Ewigkeiten an seiner Erfolgsgeschichte, die vom 10. bis 14. Januar 2018 um ein Kapitel erweitert werden soll – und ziemlich sicher auch wird. „All die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Turnier etabliert und gefestigt ist. Der Vorverkauf läuft gut und lässt erahnen, dass der Zuspruch auch diesmal wieder gut sein wird“, sagt Oliver Schulze Brüning, Turnierchef und Vorsitzender des gastgebenden Reiterverbands Münster.

Na klar, der Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster stand einmal mehr hoch in der Gunst der Zuschauer, der Kür-Abend am Donnerstag war wieder einmal schnell ausverkauft. Aber auch die weiteren Programmpunkte von Mittwoch bis Sonntag wecken Begehrlichkeiten, das Konzept mit der passenden Mischung aus Spitzen- wie Breitensport stimmt. Da wären Schulze Brüning und seine Mitstreiter ja verrückt, wenn sie an dem Rezept dieser erfolgreichen Mixtur experimentieren würden. „Bis auf Kleinigkeiten bleibt alles so, wie es ist“, sagt Schulze Brüning. Ein Sponsor geht, ein neuer kommt, minimale Veränderungen im Messe- und Ausstellungsbereich – das war es, alles bleibt wie es ist.

Fotostrecke: Abschlusstag des K+K-Cups 2017

Und so verspricht der K+K-Cup erneut ein Publikumsmagnet mit über 30 000 Zuschauern zu werden, noch vor der Kür der Bauernolympiade heißt es am Mittwoch in der Halle Münsterland bei der Hengstschau voraussichtlich erstmals: ausverkauft. Ab Freitag steigen dann auch die Profis in das Geschehen ein, das am Sonntag im Großen Preis seinen Höhepunkt findet. Im vergangenen Jahr hatte das finale Springen eine ganz besondere Note, der für den RV Albachten startende und am Aasee heimische Jens Baackmann feierte im Sattel von Carmen einen Heimsieg – und ließ diesem einen zweiten beim Turnier der Sieger im August folgen.

Zu Großtaten will der 33-Jährige auch diesmal wieder ansetzen, bekommt aber – und auch das hat Tradition – mächtig Konkurrenz. „Das Starterfeld ist wieder sehr gut“, sagt Baackmann nach dem Studium des vorläufigen Teilnehmerfeldes. Das Vater-Sohn-Duo René und Maurice Tebbel, Jörg Oppermann (Sieger im Großen Preis von 2016) und dessen Vorgänger Toni Haßmann oder die schnellen Niederländer Gert-Jan Bruggink und Jurgen Stenfert sind immer für rasante Runden gut.

Fotostrecke: Kostümspringen beim K+K-Cup 2017

Wie auch die Albachtenerin Zoe Osterhoff, die zur Garde der jungen Wilden gehört und dies im vergangenen Januar mit Platz neun im Stechen bewies. „So ein Turnier wie Münster bringt mich voran. Ich muss noch eine ganze Menge lernen, aber gewinnen will ich immer.“ Eine kleine Kampfansage der 18-Jährigen, die im Sommer 2016 bereits das Goldene Reitabzeichen bekommen hatte.

Nicht minder spannend dürften die Dressur-Prüfungen werden, die sich Team-Olympiasiegerin Dorothee Schneider ebenso wenig entgehen lässt wie die Lokalmatadorinnen Helen Langehanenberg, Anabel Balkenhol und Ingrid Klimke (alle RV St. Georg Münster). Und auf die Vielseitigkeits-Europameisterin wartet bei ihrem Heimspiel wieder ein straffes Programm, Klimke wird auch im Springsattel sitzen.

Startreihenfolge steht

Der Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster gehört zu den absoluten Hinguckern beim K+K-Cup. Die Karten für den Kür-Abend am Donnerstag waren wie gewohnt schnell vergriffen, per Telefon erhielt – und erhält – Turnierchef Oliver Schulze Brüning ungezählte wie verzweifelte Anfragen. „Die qualitätsvolle Kür ist ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Schulze Brüning, der in diesem Jahr 17 Mannschaften erwartet. „Und das ist schon eine Hausnummer und zeigt, wie angesagt die Bauernolympiade bei den Vereinen ist.“

Seit Dienstag steht nun auch fest, in welcher Reihenfolge die Equipen in die Kür gehen. Die Startgemeinschaft RV Hiltrup/RV St. Hubertus Wolbeck eröffnet den stets stimmungsvollen Abend, den als letztes Team der ZRFV Bösensell beschließt.

Die Reihenfolge:

1. SG Hiltrup/Wolbeck

2. RV 1876 Amelsbüren

3. RV Roxel

4. RV Nienberge-Schoneb.

5. RV Gustav Rau Westbev.

6. RV Appelhülsen

7. RV Greven

8. RV Münster-Sprakel

9. RV Handorf-Sudmühle

10. RV Zum Rieselfeld

11. RV Nienberge

12. RV Albachten

13. RV St. Georg Saerbeck

14. RV Albersloh

15. RV Havixbeck-Hohenh.

16. RV Rinkerode

17. ZRFV Bösensell



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