Sa., 30.12.2017

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften GW Gelmer und Borussia Münster im Jubelrausch

Timo Twachtmann (M.) und Nullacht sind bei den Stadtis weiter im Rennen.

Timo Twachtmann (M.) und Nullacht sind bei den Stadtis weiter im Rennen. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Zwar konnten am zweiten Zwischenrunden-Tag der Stadtis in der Halle Berg Fidel die Favoriten überwiegend ihrer Rolle gerecht werden, aber der Abend endete mit einer großen Überraschung.

Von Thomas Austermann und Thomas Rellmann

Die Kreisligisten mischen weiter die Stadtmeisterschaften auf. Nach dem TSV Handorf und Wacker Mecklenbeck haben sich auch GW Gelmer und Borussia Münster für die Endrunde qualifiziert. An einem wieder extrem spannenden Abend blieb der 1. FC Gievenbeck so überraschend auf der Strecke. Mühe hatten zudem der BSV Roxel und der SC Münster 08, aber auch das Glück des Tüchtigen – und der SC Nienberge das Nachsehen.

Schon der Auftakt des vorletzten Tages war in der Gruppe III ein echter Hingucker, ja mehr sogar. Ein Debakel für den Ausrichter und ein Fest für Grün und Weiß. Mit 7:2 fegte Gelmer, das sich mit einer guten Portion Glück das Ticket für die Zwischenrunde gesichert hatte, Gievenbeck vom Feld. Dabei profitierte der A-Ligist von der extrem offensiven Spielweise des Favoriten. Immer wieder lief Keeper Nico Eschhaus mit nach vorn, um den Spielaufbau zu unterstützen. Zu viel Risiko.

Fotostrecke: Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster: 2. Zwischenrunden-Tag

Der Gegner schaltete blitzschnell nach Ballgewinnen um und jagte die Kugel drei Mal sogar aus der eigenen Hälfte in den Kasten des konsternierten Torwarts. „Es hat beim Ausber-Cup und beim LEG-Cup super funktioniert. Warum es hier wieder nicht klappt – keine Ahnung“, sagte Coach Benjamin Heeke.

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Eschhaus fing sich zwar, traf sogar selbst zwei Mal. Doch nach dem 6:1 gegen Concordia Albachten reichte ein 2:0-Vorsprung nicht, um sich ins Ziel zu retten, als es gegen Borussia um alles ging. Der A-Ligist hatte zuvor gegen Gelmer spät das 2:2 kassiert und behielt gegen den FCG doch die Ruhe. Mit dem Ausgleich durch Kevin Landas zum 2:2 war die Überraschung perfekt.

Gefrustete Gastgeber

Keine Rolle spielte Albachten, der A-Ligist hatte sich nach zwei Jahren mal wieder für die Runde der letzten 16 qualifiziert. „Wir waren nicht sehr positionstreu und etwas verkrampft, aber kein Vorwurf ans Team“, sagte Spielertrainer Lukman Atalan, der Chefcoach Jens Truckenbrod vertrat. „Wir wussten, dass wir das erste Spiel gewinnen müssen.“ Doch da setzte es schon ein 2:5 gegen Borussia.

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Gefrustete Gievenbecker ließen den Underdog beim dann ihre Wut spüren. Die Gelmeraner ließen sich gegen die Concorden dann die Zulassung für den Finaltag nicht mehr abluchsen und gewannen 5:2. Sie haben sich mit taktischer Cleverness und individueller Klasse (Steffen Koch, Tim Schwarz, Max Hoffmann) fast in den Status des Geheimfavoriten manövriert.

Wichtige Erfahrungen sammeln

In Gruppe IV eröffneten zwei Unentschieden das Wettrennen. Sprakel und Nienberge (0:0) sowie Roxel und Nullacht (1:1) kamen allenfalls defensiv auf Touren. Westfalenligist BSV, wieder etwas vollzähliger als zuletzt in der Meisterschaft, agierte dann solide und effektiv beim 4:0 über den SCS. Trainer Sebastian Hänsel, zurück aus Leipzig, freute sich „über jedes Erfolgserlebnis“ seiner im Abstiegskampf weit hinten liegenden Auswahl. „Ich erfreue mich weiter an der Entwicklung“, hat Hänsel längst und ganz im Sinne des Clubs andere Prioritäten.

Nullacht musste sich schon gegen Nienberge strecken, denn der A-Ligist legte ein 3:1 vor, ehe Trainer-Sohn Eldin Celebic und Keeper Lucas Exner auf den letzten Drücker für das Remis sorgten.

Der Punktestand sorgte vor den letzten Duellen für viel Spannung. Nullacht löste wie erwartet die Aufgabe gegen Sprakel nach schneller Führung sicher. Trainer Mirsad Celebic wusste, „dass unsere junge Truppe Erfahrungen sammeln muss, wenn sie als Favorit an den Start geht. Solche Erfahrungen sind ungemein wichtig für die Entwicklung.“

Roxel, so war die Konstellation, reichte ein Remis im letzten Auftritt. Nienberge musste gewinnen, und Gerrit Rolwes traf auch prompt. Weil Keeper Christian Greiner bestens drauf war, lief dem Favoriten die Zeit davon. David Veauthier glich aber noch aus – und das reichte zum Weiterkommen.

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