So., 04.02.2018

Leichtathletik: NRW-Hallenmeisterschaften LG Brillux und SC Preußen glänzen bei NRW-Hallenmeisterschaften

Glänzende Aussichten: Kai Sparenberg von der LG Brillux Münster lief bei den NRW-Meisterschaften in Dortmund auf Platz zwei. Preußen-Dreispringerin Imke Daalmann (unten im Bild) sicherte sich Gold in der U 20 mit 11,78 Metern.

Glänzende Aussichten: Kai Sparenberg von der LG Brillux Münster lief bei den NRW-Meisterschaften in Dortmund auf Platz zwei. Preußen-Dreispringerin Imke Daalmann (unten im Bild) sicherte sich Gold in der U 20 mit 11,78 Metern. Foto: Wolfgang Birkenstock

Münster - 

Bei den NRW-Hallenmeisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle zeigten sich die Aktiven der LG Brillux und des SC Preußen Münster in prächtiger Verfassung. Ein gutes Omen für die Deutschen Meisterschaften und die Deutschen Jugendmeisterschaften.

Von Jürgen Beckgerd

Zwei Titel, Platz zwei und vier Mal Platz drei für die LG Brillux Münster, einmal Gold und Silber sowie Bronze für die Leichtathleten des SC Preußen Münster. Die NRW-Hallenmeisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle waren für die münsterischen Sportler eine Standortbestimmung, ehe es in knapp zwei Wochen zu den nationalen Titelkämpfen an selber Stelle geht. Für die gesundheitlich darbende Preußen-Riege indes droht die Hallensaison früher vorbei zu sein als geplant.

Herausragend aus Sicht der LG Brillux war der Sieg von Jakob Bruns, der eine Zeit von 22,25 Sekunden über die Hallenrunde lief, NRW-Meister wurde und sich damit auf Platz vier der aktuellen Deutschen U-18-Hallenjahresbestenliste platzierte. Über 60 Meter lief der Youngster in 7,20 Sekunden auf Rang drei.

Der zweite NRW-Meistertitel für die LG Brillux ging an Lucy Elaine Bauschulte im Stabhochsprung mit 3,65 Metern. Kai Sparenberg verpasste den Meistertitel nur hauchdünn. Er gewann seinen Zeitlauf über 200 Meter deutlich, doch hatte anschließend bei der Zeitauswertung das Nachsehen. Während er um zwei Hundertstel nach unten auf 21,46 Sekunden korrigiert wurde, wurde Martin Brieger vom TV Wattenscheid nach einem ebenfalls starken Lauf um eine Hundertstel weiter nach oben korrigiert.

Ben Rose lief in seinem 200-Meter-Rennen der U 20 ebenfalls neue persönlich Bestleistung von 22,77 Sekunden und erreichte Platz fünf. Auf diesen Platz sprintete ebenfalls Greta Piepel in 25,87 Sekunden auf der gleichen Distanz in der U 18. Markus Scheller übersprang im Hochsprung der Männer 2,01 Meter und erreichte die Bronzemedaille.

Am Sonntag knackte Luka Herden über 60 Meter in 6,95 Sekunden die DM-Norm und lief im Finale in 7,00 Sekunden auf Platz drei. Dritter wurde auch Tom Thiemann über 1500 Meter in 4:15,38 Minuten. Linda Tietmeier sprang im Stabhochsprung 3,64 Meter und wurde Fünfte. Nils Voigt belegte über 3000 Meter in 8:51,71 Minuten Platz vier.

„Diese Resultate können sich sehen lassen“, sagte LG-Brillux-Trainer Jörg Riethues. „Nun blicken wir entspannt auf die Deutschen Meisterschaften und Deutschen Jugendmeisterschaften in zwei beziehungsweise drei Wochen und danach schnell wieder auf die Sommersaison.“

Aus Sicht des SC Preußen Münster ragte Dreispringerin Imke Daalmann hervor. Zumindest, was die Medaillenerwartung angeht. Mit schwachen 11,78 Metern gewann die U-20-Athletin. Sie – wie fast der gesamte Kader – ging, wenn überhaupt grippegeschwächt an den Start. Judith Wessling lief beim Sieg der Dortmunderin Laura Hansen (58,78 Sekunden) über 400 Meter in 59,20 Sekunden auf Platz sechs. Dritte im Weitsprung wurde Tabea Christ, die mit 5,93 Metern 13 Zentimeter unter ihrer Bestweite blieb und die DM-Norm erneut verpasste. Luisa Bodem sprang mit 5,90 Metern auf den fünften Platz. „Beide waren untröstlich“, sagte Trainerin Elke Bartschat, die – ihr Gatte lag ebenfalls kränkelnd danieder – die Preußen-Mannschaft allein betreuen musste.

Immerhin: Beim Sieg der Gladbeckerin Neele Schulen in 24,31 Sekunden lief Frieda Breitkopf in 25,07 Sekunden über 200 Meter auf Platz vier. Die Frauen-Sprintstaffel, gemeldet waren Bodem, Christ, Wessling und Lena Malkus, wurde krankheitsbedingt gesprengt.

Apropos Lena Malkus: Die lange erkrankte und verletzte Weitspringerin des SCP absolvierte ihren ersten Einzelstart seit fast zwei Jahren und kam über 200 Meter in 24,87 Sekunden auf Platz sechs, verpasste die DM-Norm allerdings um acht Hundertstel. Im Weitsprung wird die 24-Jährige erst in der Sommersaison wieder angreifen.



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