Di., 06.02.2018

Handball: Frauen-Landesliga Ungewöhnliches Gedränge im Keller – Sparta und selbst Roxel mittendrin

Positionskämpfe in der Landesliga: Während Lea Heitkamp (l.) und Wiebke Barteldrees (r.) mit dem BSV Roxel nicht in den Abstiegssumpf geraten wollen, möchten Julia Weile (2.v.l), Katharina Eßers und Sparta Münster die Niederungen noch rechtzeitig verlassen

Positionskämpfe in der Landesliga: Während Lea Heitkamp (l.) und Wiebke Barteldrees (r.) mit dem BSV Roxel nicht in den Abstiegssumpf geraten wollen, möchten Julia Weile (2.v.l), Katharina Eßers und Sparta Münster die Niederungen noch rechtzeitig verlassen. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Für Sparta Münster als Tabellenletzten ist die Lage im Abstiegskampf der Frauen-Landesliga düster, aber nicht hoffnungslos. Aber auch der BSV Roxel, als Fünfter nominell gut im Rennen, darf sich noch nicht als gerettet betrachten.

Von Uwe Niemeyer

Den BSV Roxel (12:12) als Tabellenfünften trennen nur vier Zähler von den Abstiegsrängen, die mit dem 1. HC Ibbenbüren (8:16) beginnen. Und auf denen hat Sparta Münster (5:19) als Schlusslicht auch nur fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Das Bangen und Hoffen geht beim münsterischen Frauen-Duo in der Handball-Landesliga um.

„Die Liga ist verdammt eng“, sagt Anet Sander mit Blick auf die Tabelle. Viel mehr mag die Trainerin des Letzten nicht sagen, ehe sie immerhin erklärt: „Es ist nicht der Zeitpunkt für wegweisende Äußerungen. Man weiß doch nicht, wie sich das entwickelt.“

Durchaus zuversichtlicher klang die Sparta-Trainerin noch nach der Derby-Niederlage gegen den BSV eine Woche zuvor: „Wir sind auf einem guten Weg. Wir stehen am Tabellenende, aber nicht mit dem Rücken zur Wand“, gab sie zu Protokoll. Nach dem 20:24 gegen den SC Greven 09 hörte sich das anders an. Auch wenn sich an der prekären Tabellen­situation ebenso wenig geändert hat wie an den hoffnungsvollen Ergebnissen Spartas gegen gute Vertreter der Liga.

Zu denen zählt auch noch der BSV. Aber Coach Uwe Landau hebt mahnend Finger. „Es kann gut sein, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Landesliga Mannschaften mit 16 oder 18 Punkten absteigen. Teams, die jetzt noch gar nicht daran denken. Auch für uns kann die Situation noch prekär werden.“ Zwar sieht Landau die Qualität im Kader und durch die gute Zweite auch Quantität, doch allein der Blick auf die sich abzeichnende Bewegung im Kader stimmt nachdenklich. Lilli Rickermann geht ab März nach Berlin, Lea Heitkamp und Laura Hakenes brechen bald für einige ­Wochen nach Asien auf. „Die Tabelle lügt nicht. Es wartet noch ein hartes Brot, das wir schneiden müssen“, lässt sich der 58-Jährige nach 35 Jahren Trainer-Karriere nicht blenden. „Zehn Mannschaften sind noch nicht aus dem Schneider“, rechnet Landau vor. Nur der souveräne Tabellenführer PSV Recklinghausen (23:1) sowie sein Verfolger Teutonia Riemke II (16:8) sind außen vor.

Am vergangenen Wochenende wurde erst der erste Rückrundenspieltag absolviert. Gebangt und gehofft wird aber schon längst – in Roxel, wo in der kommenden Woche der Landau-Nachfolger benannt werden soll, und bei Sparta.



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