Mi., 07.02.2018

Fußball: B-Jugend-Bundesliga Preußen gehen trotz kleiner Sorgen mit Zuversicht in den engen Kellerkampf

Kevin Husha (r.) und die Preußen benötigen in der Rückrunde, die in zehn Tagen beim 1. FC Köln startet, mehr Abschlussglück. Dann kann es mit dem Klassenerhalt in der B-Jugend-Bundesliga klappen.

Kevin Husha (r.) und die Preußen benötigen in der Rückrunde, die in zehn Tagen beim 1. FC Köln startet, mehr Abschlussglück. Dann kann es mit dem Klassenerhalt in der B-Jugend-Bundesliga klappen. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Nicht alles lief für die B-Junioren des SC Preußen am Schnürchen in der Winter-Vorbereitung. Zwei Testspiel-Absagen waren unglücklich, auf dem Transfermarkt bot sich kein Akteur wirklich an. Trotzdem ist die Zuversicht groß, den Klassenerhalt in der Eliteliga zu schaffen.

Von Thomas Rellmann

Unter einem besonders guten Stern steht die Vorbereitung für die B-Junioren des SC Preußen bisher nicht. Der Bundesligist verlor seine einzigen beiden Testspiele hoch und musste danach zwei Absagen über sich ergehen lassen. Dabei täten ein paar hochwertige Generalproben den Münsteranern gut, denn als Tabellenelfter stehen sie vor einer heißen Rückrunde. Punktgleich mit dem ersten Abstiegsrang, den die SG Unterrath belegt, geht es am 17. Februar beim 1. FC Köln in die Restserie.

Trainer Martin Kastner ist trotz der nicht ganz glück­lichen Umstände aber keineswegs pessimistisch. Zum einen bietet sich die eigene U 19 als starker Partner für ein internes Duell bis zum Wiederbeginn an. Zum anderen hat seine Mannschaft trotz bescheidener Ausbeute (elf Punkte in 14 Spielen) oft gezeigt, dass sie mithalten kann. Zumal das Ranking klar gegliedert ist. Die ersten fünf, exakt die Nachwuchs-Teams der NRW-Bundes­ligisten, sind weit enteilt. „Unten ist tabellarisch aber alles offen“, sagt Kastner. „Wir stehen zwar mit dem Rücken zur Wand, aber haben gute Chancen auf den Klassenerhalt. Ich bin zu­versichtlich, auch wenn es eine heiße Rückrunde wird.“

Personell hat sich kaum etwas getan. Lediglich die Ergänzungsspieler Muhammed Acikgöz und Johannes Niehoff sind gegangen. Damit hat der Kader nur noch 18 Feldspieler, gegebenenfalls soll die U 16 die Mannschaft verstärken. Härter ­getroffen haben den SCP die personell bedingten Spiel­absagen des ATSV Sebaldsbrück und von Westfalia Rhynern. Alternative Gegner waren spontan nicht zu ­finden. Zuvor hatten die Preußen zu Hause gegen Nord-Bundesligist Werder Bremen mit 1:5 (0:3) verloren, Peter Stüve war nur das Ehrentor gelungen. „Da haben wir in drei Dritteln gespielt, zwei waren sehr gut“, sagte Kastner, der mit dem 2:6 (1:3) beim Westfalen­ligisten VfL Bochum II weniger zufrieden war. „Wir waren zwar erst überlegen, haben dann aber zwei Kontertore kassiert, etwas Neues getestet und hatte dabei keine Sicherheit in den Umschaltbewegungen. Das war ein ausgesprochen schwacher Auftritt.“ Johannes März und Kevin Husha trafen dabei für den Gast.

Hoffnung macht auch die geplante Rückkehr von Kapitän Julian Niehues, der aktuell die U 19 unterstützt. Er hat zwar bereits die Klasse für die A-Jugend, ist aber für sein eigentliches Team noch wichtiger. In die Rolle des Knipsers wird aber auch er kaum schlüpfen können. Der fehlte dem SCP bislang am meisten. Werden die vielen Großchancen besser verwertet, sollte der Liga-Verbleib für den Aufsteiger machbar sein. Der Großteil der Konkurrenz wirkt jedenfalls nicht übermächtig.



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