Di., 18.10.2016

Serie: Klimawandel und Sport Die Erleuchtung: TC GW Reckenfeld setzt auf LED-Technik

An. Aus. Reckenfelds Manfred Zilske demonstriert, wie schnell die neuen LED-Leuchten betriebsbereit sind.

An. Aus. Reckenfelds Manfred Zilske demonstriert, wie schnell die neuen LED-Leuchten betriebsbereit sind. Foto: Ulrich Schaper

Reckenfeld - 

Mit Beginn dieser Winter-Hallenrunde spielen die Mitglieder des TC GW Reckenfeld energiesparend. Nein, nicht im Sinne ihrer individuellen Spielweise – vielmehr vor dem Hintergrund der Erneuerung der Lichtanlage der Reckenfelder Tennis-Halle. Diese ist vor kurzem mit LED-Technik ausgerüstet worden.

Von Ulrich Schaper

„Wir haben uns erstmals vor sechs Jahren mit dem Thema auseinandergesetzt. Hatten auch schon ein paar Teströhren im Einsatz“, erinnert sich Manfred Zilske, Vorsitzender von Grün-Weiß. Das Ergebnis ließ zu wünschen übrig und so wurde die Tennishalle in Reckenfeld weitere Jahre mit Leuchtstoffröhren betrieben.

„Die Helligkeit und die Lichtfarbe entsprachen damals nicht unseren Vorstellungen.“ Nun ist TC Grün-Weiß beim Thema Energie ohnehin recht umtriebig. Vor drei Jahren setzten sich die Vereinsoberen mit den Stadtwerken Greven zusammen und stellten dem Unternehmen die nicht unerheblich große Dachfläche für die Installation einer Photovoltaik-Anlage zur Verfügung.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis das Thema LED wieder ans Tageslicht und anschließend an die Hallendecke kommt. „Ein Vereinsmitglied hielt das entscheidende Angebot in den Händen. Wir haben das mit unseren Mitgliedern abgestimmt und uns dann für den Schritt entschieden.“

Exakt 80 Leuchteinheiten wurden ausgetauscht. Preis pro LED: 27 Euro. Hinzu kamen die Kosten für die Montage, so dass am Ende eine Summe von 2600 Euro in die Bilanz eingeht. „Zum Vergleich: vor sechs Jahren hätten wir für eine schlechtere Technik rund 10 000 Euro bezahlt.“

Mit wenigen Modifikationen konnten die alten Lampenkörper verändert und somit weiterhin genutzt werden. Vier Vereinsmitglieder haben für die Umrüstaktion rund sechs Stunden gebraucht. „Nach unseren Berechnungen wird sich die Investition nach eineinhalb Jahren amortisiert haben“, sagt Zilske.

Pro Monat spart der Verein durch die wesentlich energieeffizienteren LEDs rund 150 Euro. Bei einer Lebensdauer von 22 Jahren und der zugrundeliegenden Nutzung werden zudem etwa 100 000 Kilogramm COeingespart. Nicht also nur dem Verein, auch in Sachen Klimaschutz eine lohnenswerte Investition.

► Im Bereich der Sportstätten liegt nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) das größte ungenutzte Potenzial für den Klimaschutz im Sport. Vor allem Sanierungsbedürftige Heizung, Beleuchtung und Isolierung verursachen jährlich Millionen Tonnen von CO-Emissionen. Wie am Reckenfelder Beispiel zu sehen, birgt das Engagement über den Klimaschutz hinaus auch Vorteile für die Vereinskasse.



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