Sa., 30.09.2017

Allgemein: Stadtsportverband Stadtsport-Verband am Scheideweg

Beim Stadtsportverband, dem auch der SC Greven 09 angeschlossen ist, dürfte es einige Änderungen geben.

Beim Stadtsportverband, dem auch der SC Greven 09 angeschlossen ist, dürfte es einige Änderungen geben.

Greven - 

Beim Grevener Stadtsportverband soll es eine Neuausrichtung geben. Das wurde im Rahmen der Vorstellung der Jahresbilanz deutlich.

Von Martin Weßeling

Der Stadtsportverband befindet sich am Schneideweg. In der Wahrnehmung der Grevener Sportler findet die Dach-Organisation aller sporttreibenden Vereine im Prinzip kaum noch statt. Es gab in den vergangenen Jahren nur wenige Aktivitäten, einen allenfalls rudimentären Austausch zwischen Vereinen und Vorstand, offenbar herrschte auch ein ziemlich gespanntes Verhältnis zur Politik.

Das löste innerhalb des Vorstandes, der am Mittwoch seinen Jahresbericht vorlegte, nach Informationen unserer Zeitung gar eine Debatte über eine Auflösung des Interessenverbandes der Grevener Sportvereine aus. Nach einer intensiven Aussprache verständigten sich Vereinsvertreter und Vorstand jedoch darauf, den Dachverband einer genauen Prüfung zu unterziehen, sein künftiges Aufgabenspektrum zu definieren und ihn personell neu aufzustellen. Mit beratender Unterstützung des Kreissportbundes (KSB) sollen die Weichen bis zum Frühjahr kommenden Jahres neu gestellt werden. Bis dahin bleibt der bisherige Vorstand um seinen Vorsitzenden Jürgen Mußmann kommissarisch im Amt.

Braucht es überhaupt eine Institution wie den Stadtsportverband? Zumindest diese Frage bejahten die anwesenden Vorstände des TVE, der DJK, des SC Reckenfeld, des SC Gimbte, der Schießsportfreunde, der DLRG, der Schachfreunde Reckenfeld, der Versehrtensportgemeinschaft und der Kanufreunde. Gleichwohl wurde deutlich, dass eine Neujustierung notwendig sei. „So, wie es bis jetzt lief, geht es nicht mehr. Es braucht eine sachliche Diskussion und einen Neufang. Der Verband muss sich neu aufstellen und überlegen, welche Aufgaben er übernehmen kann. Der SSV muss die Interessen der Vereine gegenüber der Verwaltung und der Politik vertreten. Dabei geht es um Kooperation“, erklärt Stephan Bothe, Präsident der DJK.

Michael Martschinke, Vorsitzender TVE Greven, ist gleicher Meinung. „Wichtig ist, dass der SSV erhalten bleibt und die Interessen aller Vereine vertritt. Ich denke, wir haben den richtigen Weg eingeschlagen und können jetzt erarbeiten, wohin es mit dem Stadtsportverband gehen soll.“

Nach der Debatte am vergangenen Mittwoch fassten die teilnehmenden Vereine den Beschluss, den Verband auf neue Beine zu stellen. Die turnusgemäßen Wahlen des Vorsitzenden, des Referenten für Öffentlichkeitsarbeit, des Schriftführers sowie eines Beisitzers wurden ausgesetzt. Führungslos bleibt der Stadtsport-Verband deshalb aber nicht. Bis zur Mitgliederversammlung im Frühjahr, bei der dann der komplette Vorstand zur Wahl steht, steuert die bisherige Führungsmannschaft das angeschlagene SSV-Schiff.

Bis dahin wollen Grevens Sportfunktionäre einen Plan erarbeiten, wie es inhaltlich und personell weitergehen soll. Auftakt zu den Gesprächen ist am Montag, 20. November, um 19.30 Uhr im SportCentrum Emsaue.



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