Fr., 19.01.2018

Futsal: SC Reckenfeld Schicker als Geflipper?

Schnell, technisch anspruchsvoll, dynamisch: Anfang Februar lädt der SC Reckenfeld wieder zum Futsal-Turnier für Nachwuchsmannschaften ein. Spannung ist garantiert.

Schnell, technisch anspruchsvoll, dynamisch: Anfang Februar lädt der SC Reckenfeld wieder zum Futsal-Turnier für Nachwuchsmannschaften ein. Spannung ist garantiert. Foto: Schaper

Reckenfeld - 

Die Freunde des Futsals können sich auf zwei Highlights freuen – und die richtet der SC Reckenfeld aus.

Von Stefan Bamberg

„Ich und mein Holz…“ – wer Tim Vallandi anruft, kriegt diesen bekloppt-beschwingten Hip-Hop-Klamauk der „257ers“ zu hören. Zumindest bis Reckenfelds Orga-Allrounder drangeht. Wenn er dann von seinen aktuellen Plänen erzählt, wird klar, dass der Song ziemlich perfekt passt: Es ist nämlich eine ganze Menge Holz, was der SC Reckenfeld so vorhat an den ersten beiden Februar-Wochenenden. Futsal im Doppelpack – dafür geht’s sogar von Reckenfeld nach Greven. Am 3. und 4. Februar steigt die vierte Ausgabe des SCR-Futsalcups in der Rönnehalle. Und am 10. und 11. Februar, gleiche Stelle, gleiche Welle – nur eine Nummer größer: Die Top-Teams aus Münster- bis Sauerland kommen zur Westfalenmeisterschaft der C- und B-Juniorinnen.

„Sehr cool, dass wir das ausrichten dürfen“, findet Vallandi. Eine förmliche Bewerbung war dafür freilich nicht erforderlich – und das Vergabeverfahren ging natürlich auch ohne steinreiche Scheichs und windige Opas aus irgendwelchen Karibik-Inselstaaten über die Bühne. „Wir sind von den Schiris vorgeschlagen worden, die in den letzten Jahren beim Futsalcup gepfiffen haben“, berichtet Vallandi.

Reibungslose Organisation, Gastfreundlichkeit, fröhliche Tribünen und die von Technik-Fan Vallandi entworfene Futsal-Anzeigetafel haben Eindruck gemacht. Und so treffen sich die Champions aus den einzelnen Kreisen des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW), um den Besten der Besten zu ermitteln.

Bestenfalls mit viel Publikum, jedenfalls mit Know-How auf der Torejagd ohne Banden-Geflipper und hüpfende Bälle. Der Fußball muss ins Handballtor, es gibt Mannschaftsfouls wie beim Basketball, Einroller statt Einkicks, das alles in einer Nettospielzeit wie beim Eishockey – das sind die Regeln in Kürze. An denen der SCR nun – als einer der wenigen Klubs in der Region – bereits seit seiner Futsal-Premiere 2015 konsequent festhält: „Da hängt einfach weniger vom Zufall ab als beim normalen Hallenfußball“, sagt Vallandi.

Überraschungen seien aber trotzdem möglich, glaubt er: „Unsere Teams sind heiß und trainieren gezielt für dieses Event.“ Auch die angemeldeten Delegationen des SC Greven 09 und der DJK Blau-Weiß hätten sicher Bock aufs Beinchen stellen – für die Favoriten aus Landes- und Westfalenliga. Vier Turniere – U13, U15, U17, U19 – stehen an.

Größter Promi ist wohl die SG Wattenscheid 09, deren Erste ja mal Bundesliga spielte, als die heutigen Nachwuchs-Kicker noch Quark im Schaufenster waren. Den Futsalcup-Siegern winken hochdotierte Gutscheine für ein Online-Trainingsportal. Und bei den Mädchen eine Woche später? Dreht sich das runde Leder für Titel, Ruhm und Ehre. Denn Westfalenmeister? Das klingt doch gut – für Sportlerinnen wie Organisatoren: „Wir wollen wieder zeigen, dass Futsal richtig Spaß macht“, verspricht Tim Vallandi.



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