Fr., 23.09.2016

Fußball: Landesliga Macht SVB aus der Not eine Tugend?

Timo Meyer (li.) hat sich vor dem Derby gegen den SV Mesum zwar zurückgemeldet. Dennoch fehlen dem SVB eine Reihe von Spielern, von denen jeder den Anspruch erheben könnte, in der Startelf zu stehen.

Timo Meyer (li.) hat sich vor dem Derby gegen den SV Mesum zwar zurückgemeldet. Dennoch fehlen dem SVB eine Reihe von Spielern, von denen jeder den Anspruch erheben könnte, in der Startelf zu stehen. Foto: Thomas Strack

Burgsteinfurt - 

Die Landesliga-Fußballer des SV Burgsteinfurt gehen vor dem Kreisderby gegen den SV Mesum auf dem Zahnfleisch. SVB-Trainer Christoph Klein-Reesink gibt einen Einblick, wie er sein Personal-Puzzle komplettieren will.

Von Heiner Gerull

Erst Emsdetten, jetzt Mesum – es geht Schlag auf Schlag für die Landesliga-Fußballer des SV Burgsteinfurt. Besondere Spannung bezieht die Neuauflage des Kreisderbys (Sonntag, 15 Uhr, Volksbank-Stadion) aus dem Umstand, dass sich noch nicht abzeichnet, wohin Weg für beide Teams führen wird.

Immerhin zeigte der SVB zuletzt beim 2:2 in Emsdetten eine bemerkenswerte Moral, indem er einen 0:2-Rückstand in ein 2:2-Remis ummünzte. Und diese Einstellung muss auch Gradmesser für das Derby gegen die Mesumer sein.

Klar, dass SVB-Trainer Christoph Klein-Reesink mit der verschlafenen Anfangsphase bei den „Nullfünfern“ überhaupt nicht einverstanden war. Allerdings fand seine Elf rasch in die Spur zurück, und in der zweiten Halbzeit war sein Team bis zur Roten Karte für Jens Hauptmeier dem Siegtreffer näher als die Elf von 05-Trainer Christian Bienemann. „Ich hatte den Eindruck, dass wir ab der 17. Minute die bessere Mannschaft waren und mehr Körner als 05 hatten. Nach dem Feldverweis wurde es ein anderes Spiel“, sagte der SVB-Coach rückblickend.

Womit er ein zentrales Problem anspricht, das ihn auch vor dem Derby gegen den SV Mesum beschäftigt: die angespannte Personalsituation. „Vor der Saison wurden wir angesichts unserer Kadergröße belächelt. Jetzt zeigt sich, dass wir jeden einzelnen Spieler dringend benötigen.“ Eine Aussage, die angesichts der Ausfälle von Nico Foullois, Dennis Behn, Hendrik Telgmann, Thomas Artmann, Nicholas Beermann und Marius Heckmann nachvollziehbar ist. Zwar haben sich Timo Meyer und Kevin Behn, die in Emsdetten fehlten, zurückgemeldet. Dafür müssen die Stemmerter aber auf den für zwei Spiele gesperrten Jens Hauptmeier und Fabian Erber (Blessur am Fuß) verzichten.

Somit müssen die Gelb-Roten erneut improvisieren, wenn es darum geht, die Positionen in der Abwehrkette zu besetzen. „Das größte Problem“, und da verrät Klein-Reesink kein Geheimnis, „haben wir aber auf der Sechs.“ Wobei der SVB schon des Öfteren aus der Not eine Tugend gemacht hatte und Spieler auf dieser Position zum Zuge kamen, die ihre Aufgaben dann tadellos lösten. Darauf setzt der Coach auch am Sonntag; egal, ob Max Feldhues oder Leonard Spieker das Vertrauen erhält. Vielleicht wirft Klein-Reesink ja sogar den von den A-Junioren in den Seniorenbereich aufgerückten Tobias Kiwit ins kalte Wasser.

„Dass wir für jeden Gegner ein unangenehmer Gegner sein können, haben wir schon gezeigt. Das wollen wir auch gegen Mesum beweisen“, sagt der Trainer. Obwohl die Mesumer bislang noch nicht so richtig in die Spur gefunden haben, bleibt Klein-Reesink bei seiner Einschätzung, wonach die Elf von SVM-Trainer Marcel „Cello“ Langenstroer zu den Top-Favoriten der Landesliga zu rechnen sei.

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Dass wir für jeden Gegner ein unangenehmer Gegner sein können, haben wir schon gezeigt.

Christoph Klein-Reesink

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