Fr., 26.09.2014

Minister-Lob für Preußen Münster Polizei hält sich beim Fußball weiter zurück

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) lobt den verstärkten Ordner-Einsatz bei Preußen Münster.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) lobt den verstärkten Ordner-Einsatz bei Preußen Münster. Foto: dpa

Düsseldorf - 

Die Rechnung geht auf. In NRW wird die Polizei ihr neues Konzept, als unproblematisch eingestufte Fußballspiele mit weniger Beamten zu begleiten, auf die gesamte Spielzeit übertragen. Ein Lob gab es von Innenminister Ralf Jäger für Preußen Münster.

Von Hilmar Riemenschneider

Diese Konsequenz zieht Innenminister Ralf Jäger aus dem am Wochenende auslaufenden Pilotversuch. Bei 25 Begegnungen, die in den vergangenen drei Jahren friedlich verliefen, wurde die Einsatzstärke testweise reduziert. „Über 1000 Polizisten weniger mussten für diese Fußballspiele eingesetzt werden“, fasste es der Minister konkret. Das seien 21 Prozent weniger.

„Es geht nicht um Kostenersparnis“, betonte Jäger. Er könne aber für zehn Prozent mehr Spiele in den ersten drei Ligen nicht zehn Prozent mehr Beamte einsetzen. Ein Drittel ihrer Dienstzeit verbringen die Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei mit der Sicherung von Fußballspielen. Im vergangenen Jahr waren es rund 509 000 Stunden.

Jäger stellte klar, alle als konfliktträchtig eingestuften Spiele wie das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke an diesem Samstag begleite die Polizei intensiv wie bisher – in diesem Fall mit 1000 Beamten. „Die Polizei greift konsequent durch, wo immer es zu Straftaten im Umfeld von Straftaten kommt“, sagte der Minister. Bei den Ausschreitungen am Wochenende in Köln seien 93 Gewalttäter festgenommen und 22 Strafanzeigen gestellt worden.

Ein Lob zollte Jäger Vereinen und Fans. Als beispielhaft nannte er auch den verstärkten Ordner-Einsatz bei Preußen Münster . „Die Vereine haben hier ihre Verantwortung klar wahrgenommen.“ Auch die Fans hätten zum Erfolg beigetragen.

Der Deutsche Fußballbund und der Ligaverband bewerteten das Projekt als viel versprechenden Weg und wollen ihn weiter verfolgen. Die anderen Bundesländer sind an Ergebnissen interessiert. Die Gewerkschaft der Polizei rügte, Jäger überlasse den 5000 gewaltbereiten Fans das Feld. Der Minister wies das zurück.



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