Mo., 29.09.2014

Flugshow mit großem Unterhaltungswert Siegerts sehenswerte Breakdance-Einlage

Flugshow mit großem Unterhaltungswert : Siegerts sehenswerte Breakdance-Einlage

Hier hat Benjamin Siegert (l.) noch festen Boden unter den Füßen... Foto: Jürgen Peperhowe

Drei Spiele innerhalb von neun Tagen sind ein strammes Programm für Fußballer. „Englische Wochen“ verlangen den Profifußballern körperlich einiges ab. Die Bilanz aus Sicht des Drittligisten Preußen Münster: Zwei Siege, eine Niederlage - sechs Pluspunkte bei einem Torverhältnis von 5:5. Aber es war insbesondere eine Spielszene, die medial für besonderes Aufsehen sorgte. Im Mittelpunkt: SCP-Mittelfeldspieler Benjamin Siegert.

Von Mirko Ludwig

Es läuft die zweite Halbzeit des Heimspiels der Preußen gegen die SG Sonnenhof Großaspach (10. Spieltag am 20. September), als der 33-Jährige nach einem Zweikampf zunächst zu Boden geht und nach dem vermeintlichen Foulspiel eine unerwartete Flugeinlage einlegt. Siegert drückt sich direkt nach dem unsanften Sturz wieder vom Rasen ab und setzt zu einer Flugshow an, die man als angedeuteten Seitfallzieher beschreiben könnte.

Anschließend hält er sich schmerzverzerrt die Hände vors Gesicht, wälzt und windet sich auf dem Rasen. Der Kommentator des Spielberichts in der ARD-Sportschau bezeichnet die Szene als „Breakdance“-Einlage, bei der der Betrachter erst befürchten musste, dass sich der Kicker das Bein gebrochen habe. Die Dramatik legt sich aber wieder schnell: Nur 30 Sekunden später konnte Benjamin Siegert weiterspielen.

Für den TV-Moderator Arnd Zeigler war Siegerts Flugshow eine „kulturell wertvolle Szene“, die der Redaktion einen Einspieler in dessen WDR-Sendung  „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ wert war. „Wenn ihr irgendwo im Münsterland jemand morgens zum Bäcker gehen seht, der dreimal hinfällt, wieder aufsteht, einen merkwürdigen Sprung macht, wieder hinfällt und aufsteht…. das ist Benjamin Siegert“, scherzte Zeigler.

Auch der Redaktion des Fußballmagazin „11 Freunde“ war die kuriose Einlage aus dem Preußenstadion nicht entgangen. Im sozialen Online-Netzwerk „ Facebook “ wurde ein Beitrag gepostet, bei dem über 1400 Internet-User den „Gefällt mir“-Button anklickten. „Das war keine Schwalbe - das war eine Möwe“ und „der klassische münsterische Schutzsprung“ lauten beispielsweise Kommentare unter dem Facebook-Beitrag, der 200 Reaktionen nach sich zog.

Offen bleibt, ob es ein Foulspiel war und wie schmerzhaft der Kontakt mit dem Gegenspieler für Benjamin Siegert letztlich tatsächlich war. Seine Reaktion darauf könnte man neutral formuliert auch als Übersprungshandlung bezeichnen. Aber genau solche Szenen haben großen Unterhaltungswert, ohne die der Fußball recht langweilig wäre.

Fotostrecke: Dritter Sieg in Folge für Preußen Münster

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