Sa., 04.10.2014

Chemnitzer FC – Preußen Münster 1:0 Verdiente Niederlage nach frühem Rückschlag

Tim Danneberg gegen Pischorn und Hergesell

Schoss das Tor des Tages: Tim Danneberg (M.) traf in der 13. Minute für Chemnitz. Foto: Jürgen Peperhowe

Chemnitz - 

Im siebten Drittliga-Vergleich mit dem Chemnitzer FC hat es Preußen Münster erwischt. Die Mannschaft von Trainer Ralf Loose unterlag mit 0:1 (0:1) vor 5813 Zuschauern – und das verdient.

Von Alexander Heflik

Bereits nach 13 Minuten hatte Tim Danneberg für die aggressiveren Hausherren getroffen. Münster fand in diesem Verfolgerduell nicht so recht ins Spiel, zu wenig Torchancen wurden erarbeitet, zu viele Möglichkeiten dem CFC zugestanden. Nach der Länderspielpause steht für den SC das Derby bei Arminia Bielefeld auf dem Programm.

Zenga kurz vor Spiel ausgefallen

Wie erwartet gab es wenig Umstellungen beim SC Preußen. Marco Pischorn rückte für den erkrankten Marc Heitmeier ins Team. Ansonsten hielt Coach Loose seinen Schützlingen die Treue, die zuletzt 2:0 gegen Halle gewonnen hatten. Joker Rogier Krohne, Doppel-Torschütze beim 2:0 über Halle, musste auch auf die Reservebank. Münsters Rezept zum Erfolg sollte der Angriff auf die offensiv ausgerichteten Außenverteidiger von Chemnitz , Kevin Conrad und Dan-Patrick Poggenberg, sein. Münster wollte die beste Defensive der 3. Liga knacken und setzte auf die eigene Angriffskraft. Vor Spielbeginn versprach das einen richtig guten Schlagabtausch zweier punktgleicher Teams. Doch wenige Minuten vor Anpfiff musste Erik Zenga passen, das lädierte Sprunggelenk spielte nicht mit. Jens Truckenbrod rückte kurzfristig in die Startelf.

Ob es daran lag? Wohl eher nicht. Aber in der ersten Viertelstunde gewann der SCP kaum einen Zweikampf, war überrascht von den Seitenwechseln der Hausherren, kam keinen Schritt voran. Einzig positiv war, dass es nur ein Gegentor nach 13 Minuten zu vermelden gab. Kevin Schöneberg verschätzte sich beim Flankenball und macht so die linke Seite für Reagy Baah Ofuso auf. Und dessen Flanke verwandelte Timm Danneberg zugegebenermaßen eindrucksvoll mit einer Direktabnahme zum 1:0. Münsters einzige Möglichkeit war ein Kopfball von Dominik Schmidt nach einem Freistoß von Amaury Bischoff (8.). Aus dem Spiel heraus gelang erst einmal nichts.

Bilder vom Spiel:

Preußen mit Anlaufschwierigkeiten

Die Preußen fanden nur langsam ins Spiel, Chemnitz war von Beginn an voll da. Die Loose-Elf mal wieder mit Anlaufschwierigkeiten. Erst nach 23 Minuten war so etwas wie ein ideenreicher Angriff der Gäste zu notieren, allerdings fehlte auch bei allen weiteren Versuchen des SCP der Abschluss. Mitte der ersten Halbzeit sah das schon alles etwas besser aus, der SCP hielt jetzt in den Zweikämpfen dagegen, aber zwingend war das nicht. Eher waren die Hausherren dem zweiten Treffer näher. Danneberg (38.) profitierte von Abstimmungsproblemen zwischen Truckenbrod, Pischorn und Schmidt und lief plötzlich allein auf das Preußen-Tor zu – und verzog. Wenig später köpfte Marc Endres gefährlich auf das Tor von Münster. Zwischendrin gab es Unruhe, weil SCP-Abwehrchef Schmidt Ofuso im Strafraum elfmeterreif gefoult haben sollte. Die Preußen gingen mit einem 0:1 in die Pause, damit waren sie gut bedient.

Trainer Loose reagierte und brachte für den verwarnten Pischorn überraschend Simon Scherder. Zudem musste Benjamin Siegert für Rogier Krohne weichen. Doch der CFC machte weiter, einen Schuss von Philip Türpitz (47.) klärte Masuch grandios, nach 57. Minuten war aber auch er geschlagen. Doch beim Kopfball von Endres half der Innenpfosten dem SCP weiter. Es blieb beim 1:0, und auch Abwehrchef Schmidt blieb auf dem Platz, obwohl sein Foulspiel an Danneberg rotverdächtig war.

Preußen fordern Elfmeterpfiff

Nach einer Stunde sorgte dann endlich Mehmet Kara für Bewegung, sein Schuss wurde aber im letzten Moment geblockt. Taute der SCP in der letzten halben Stunden doch noch auf? So richtig jedenfalls nicht, aber da die Hausherren nicht den zweiten Treffer durch Anton Fink (69. und 71.) und Ofuso (80.) nachlegten, blieb ein Erfolgserlebnis noch greifbar. Der SCP kämpfte jetzt, wusste aber nicht so recht die aggressive Verteidigung des CFC unter Druck zu setzen.

83. Minute: Endlich kommt der SCP mal durch, doch der stramme Schuss von Jens Truckenbrod streift knapp am Chemnitzer Tor vorbei. Fast im Gegenzug die nächste Riesenchance für die Gastgeber, doch Stefano Cicotta (85.) bringt den Ball nicht im Tor unter. Der SCP hofft weiter auf ein Ausgleichstor. War da nicht noch ein Handspiel von Kevin Conrad (87.)? Die Preußen-Bank jedenfalls hatte es so gesehen und tobte und wollte einen Elfmeter. Es gab ihn nicht, Abpfiff, die Reise nach Chemnitz hatte sich nicht gelohnt.



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