Do., 16.10.2014

Mehmet Kara streckt Dominik Schmidt mit Faustschlag nieder Eklat auf dem Trainingsplatz

Mehmet Kara Preußen Münster

Mehmet Kara Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Im Zweikampf um den Ball auf Höhe der Mittellinie muss Dominik Schmidt seinem Teamkameraden Mehmet Kara wohl etwas unpässlich in die Parade gefahren sein. Ob physisch oder nur verbal, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall blutete Schmidt nach einer formidablen Geraden Karas hernach die Nase. Der 30-Jährige hatte zum Schlag auf die „12“ angesetzt.

Von Jürgen Beckgerd

Es war nur ein Zweikampf , vor dem Derby vielleicht ein wenig emotionaler, aufgeregter. Klar, es ging nicht nur um den Ball, es ging auch um den guten Eindruck – auf Mitspieler und Trainer. Da langt man schon mal etwas kantiger zu im Tackling als es der Gegenüber, der in diesem Trainingsspiel ja auch simulierter Gegner ist, vertragen kann. Also ging es im Spiel Rot gegen Schwarz auf dem Trainingsgelände der Preußen engagiert zur Sache. Im Zweikampf um den Ball auf Höhe der Mittellinie muss Dominik Schmidt seinem Teamkameraden Mehmet Kara wohl etwas unpässlich in die Parade gefahren sein. Ob physisch oder nur verbal, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall blutete Schmidt nach einer formidablen Geraden Karas hernach die Nase. Der 30-Jährige hatte zum Schlag auf die „12“ angesetzt. Treffer. Schmidt, elf Zentimeter größer und acht Kilo schwerer als Kara, sank stark blutend hernieder. Da war wohl richtig Wucht im Spiel. Rudelbildung. Der Eklat vor einigen Dutzend Trainings-Kibitzen war perfekt.

Es war nicht der erste: Im August war Kara Marcus Piossek an die Wäsche gegangen. Damals hatte Schmidt die Wogen zu glätten versucht: „Das klären wir intern in der Kabine“, hatte Dominik Schmidt gesagt. Nun. Auf erhöhten Redebedarf ließ Schmidts unmittelbare Reaktion nicht schließen: Er war ebenso wenig darauf zu sprechen wie Kara.

Trainer Ralf Loose, dem dieser Vorfall just vor dem Derby gegen Bielefeld überhaupt nicht schmecken konnte, wollte die Prügelei „erst mal sacken lassen. Ich habe beide Spieler nach deren Aufeinandertreffen in die Kabine geschickt“, sagte Loose. „Wir brauchen auf jeden Fall etwas Zeit, um das aufzuarbeiten. Wie groß sein Frust über diesen Vorfall ist, konnte man nur erahnen. „Ich hatte mich jedenfalls beim Training gefreut, dass der Kader wieder komplett ist“, so Loose. Wie Schmidt den Knock-out überstanden hat? Loose: „Sagen wir mal so: Er ist nicht lebensgefährlich verletzt“.

Sportvorstand Carsten Gockel fand die Situation „ex­trem unerfreulich. So etwas gehört auf keinen Platz.“ Beide Spieler waren zunächst für einen Tag vom Training suspendiert.



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