Do., 28.01.2016

Fußball: 3. Liga Simon Scherder: Preußen Münsters Pechvogel erneut verletzt

Simon Scherder hat sich im Trainingslager richtig reingehängt – jetzt muss er seine Comeback-Pläne erneut verschieben. Die neue Vorderkreuzbandplastik ist eingerissen.

Simon Scherder hat sich im Trainingslager richtig reingehängt – jetzt muss er seine Comeback-Pläne erneut verschieben. Die neue Vorderkreuzbandplastik ist eingerissen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Simon Scherder bleibt das Verletzungspech treu: Exakt sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss erwischte es den Preußen-Innenverteidiger erneut. Im Training ist die nagelneue Vorderkreuzbandplastik eingerissen, die Comeback-Pläne geplatzt ...

Von Ansgar Griebel

Es war nicht gerade eine Punktlandung, die Simon Scherder da beim Vormittagstraining des SC Preußen Münster am Dienstag hingelegt hatte. „Ich habe den Ball angenommen und bin dann bei der Landung wohl ein bisschen umgeknickt“, sagt der 22-Jährige im Rückblick. „Das hat ein bisschen im Knie gezwickt. Ich hatte überhaupt nicht das Gefühl, dass da etwas Schlimmes passiert sein könnte“, so die spontane Eigendiagnose des Innenverteidigers.

Er setzte das Training fort und absolvierte auch die Nachmittagseinheit mit Engagement – aber eben auch mit diesem Zwicken. Am Mittwochmorgen ging es zur MRT-Untersuchung – und die lieferte nun den Beweis dafür, dass Gefühle durchaus trügen können und dass der lange, mühevolle Weg zurück in die Elf für Scherder nun plötzlich wieder von vorne zu beginnen droht.

Vor exakt sieben Monaten hatte sich Scherder bei einem Testspiel bei Westfalia Kinderhaus das Kreuzband gerissen. „Das war meine erste schwere Verletzung hier bei den Preußen“, sagt Scherder, der seit zehn Jahren das Adlertrikot trägt und in 52 Drittligaspielen sechs Tore erzielte. Unter Ralf Loose reifte Münsters dienstältester Spieler gleichzeitig zum jüngsten Stammspieler. Bis das Kreuzband riss. Sieben Monate lang plagte sich Scherder nun durch Operation, Reha und Aufbautraining zurück ins Team, doch wenige Meter vor dem Ziel macht ihm das Knie wieder einen Strich durch die Rechnung.

„Wir müssen das noch besprechen“, so Scherder, der als nächstes bei seinem Arzt in Köln vorstellig werden wird, der ihm vor sieben Monaten eine Vorderkreuzbandplastik ins Knie eingebaut hatte. Die ist partiell ein-, eine Sehne im Knie zudem angerissen. „Es war klar, dass das neue Band nicht so stabil ist wie das natürliche“, so Scherder. Etwas länger hätte es dann aber doch halten dürfen.

In den nächsten Tagen werden Spieler, medizinische Abteilung und Verein die weitere Vorgehensweise diskutieren. Sowohl eine konservative Therapie als auch ein operativer Eingriff sind denkbar. Daher ist derzeit eine verlässliche Aussage über die weiteren Behandlungsschritte und eine damit verbundene Ausfallzeit nicht möglich. „Ich hoffe, dass es nicht noch einmal so lange dauert. Bei einer Operation wäre das aber wohl nicht zu vermeiden, für mich wäre es schöner, wenn das konservativ behandelt werden könnte.“

Erfurt will nach Dresden auch Preußen Münster ärgern

RW Erfurts neuer Besen hat bei seinem Debüt-Auftritt schon mal als Antrittsgeschenk den Spitzenreiter weggefegt. Stefan Krämer hat Erfurt Anfang des Jahres in akuter Abstiegsgefahr übernommen – und soll diese prekäre Lage nun schnell überbrücken helfen. Der erste Schritt ist getan, erwischt hat es ausgerechnet Drittliga-Klassenprimus Dynamo Dresden. Der Tabellenführer kassierte in Erfurt die erste Niederlage seit dem 17. Oktober, die zweite überhaupt in der laufenden Spielzeit.

Am Samstag geht es für Krämer also erstmals auswärts und dann ausgerechnet in Münster (Sa. 14 Uhr) um Punkte. Hier hat der 48-Jährige zuletzt in der Saison 2014/15 mit Energie Cottbus gespielt und zumindest nicht verloren (0:0). Mit Arminia Bielefeld war Krämer im September 2012 zu Gast an der Hammer Straße. Damals siegten die Preußen mit 4:0 – aus der damaligen Startelf spielen nur noch Amaury Bischoff und Kevin Schöneberg in Münster. Es trafen Benjamin Siegert, Dimitrij Nazarov, Matthew Taylor und Stefan Kühne. Mit von der Partie war auch Fabian Hergesell – der spielt inzwischen bei RW Erfurt.



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