Anzeige

Do., 20.04.2017

Fußball: 3. Liga Möhlmann sieht auch im Fan-Rückhalt Grund für wieder erstarkte Preußen

Applaus am Zaun - hier nach dem 1:0-Sieg in Bremen: Das Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Fans funktioniert in dieser schwierigen Saison so gut wie seit langem nicht mehr .

Applaus am Zaun - hier nach dem 1:0-Sieg in Bremen: Das Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Fans funktioniert in dieser schwierigen Saison so gut wie seit langem nicht mehr . Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Preußen Münster hat den Klassenerhalt fast geschafft. Auch die Fans haben ihren Beitrag dazu geleistet. Ausgerechnet in der sportlich schwierigsten Saison haben sie das Team bisher überragend unterstützt. „Alle zusammen für Preußen Münster“ heißt der Schlachtruf des Jahres.

Von Thomas Rellmann

Was ist nur los mit Preußen Münster? Das fragte sich die 3. Liga in der Hinrunde, als die in Umfragen eher oben als unten einsortierte Mannschaft Dauergast auf den Abstiegsrängen war. Und das fragt sie sich jetzt angesichts des kleinen Höhenflugs in der Rückrunde. Nach der Winterpause stellt der SCP das fünftbeste Team, in den vergangenen sieben Partien sammelte sogar kein Club mehr Punkte als der Traditionsverein von der Hammer Straße.

Erfolg kam mit Möhlmann

Wer eine Erklärung will, kommt um Benno Möhlmann nicht herum. Unter seiner Ägide, die am zwölften Spieltag begann, holte nur der FSV Zwickau mehr Zählbares. „Die jüngsten Erfolge sind das Produkt kontinuierlicher Trainingsarbeit, der neuen Kader-Strukturierung in der Winterpause und des Zusammenwachsens in der Rückserie“, sagt er fast lapidar und verweist eher im Nebensatz auf eine verbesserte Fitness.

Selbst, als unter seinem Vorgänger Horst Steffen vieles festgefahren schien – die Moral innerhalb der Truppe wirkte nach außen immer intakt. Doch der Coach hat schon registriert, dass sich dieser Zusammenhalt im zweiten Saisonteil noch mal gewaltig gesteigert hat. „Die Jungs lernen sich immer besser kennen“, sagt er.

Bestes Heimteam der Liga

Bei der weiteren Spurensuche möchte der Routinier aber auch nicht den Wert des eigenen Publikums unter den Teppich kehren, schließlich sind die Preußen aktuell das beste Heimteam der Liga. Klar, die antike Arena war im Schnitt schon mal deutlich voller als aktuell. Doch die, die regelmäßig kommen, treiben ihr Team nach vorne. Auch in der schärfsten Krise waren kollektive Pfiffe nie an der Tagesordnung.

„Zu Hause können uns aber auch die Zuschauer noch mal besser unterstützen. Sie haben ein gutes Gespür in Münster, stehen hinter uns, auch wenn es schlecht läuft. So haben wir einige Partien gedreht“, so Möhlmann, den die Kurven nach dem 4:2 gegen Fortuna Köln erstmals mit lauten Sprechchören feierten. „Fans fordern oft, dass Spieler alles für sie und den Verein geben sollen. Das fällt leichter, wenn man auch in schwierigen Zeiten Zuspruch erhält. Eben so wie in Münster.“ Was er vielleicht nicht weiß: Das war nicht immer so beim SCP.

Nach zwei freien Tagen über Ostern, die der Trainer schon vor dem Sieg über die Rheinländer in den Plan geschrieben hatte, zog er am Dienstag die Zügel wieder an. Auch Mirkan Aydin war nach seinem Innenbandriss wieder mit dabei.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4777311?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F