Do., 06.07.2017

Fußball: 3. Liga Rinderknecht belebt das Preußen-Mittelfeld, Absage für Mohr

Fototermin im Stadion: Simon Scherder, Max Schulze Niehues, Trainer Benno Möhlmann, Adriano Grimaldi und Lion Schweers (v.l.) posieren am Kickertisch. Wer das Match gewonnen hat? Bleibt geheim.

Fototermin im Stadion: Simon Scherder, Max Schulze Niehues, Trainer Benno Möhlmann, Adriano Grimaldi und Lion Schweers (v.l.) posieren am Kickertisch. Wer das Match gewonnen hat? Bleibt geheim. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Es tut sich etwas beim SC Preußen. Nico Rinderknecht wird für ein Jahr vom FC Ingolstadt ausgeliehen. Dagegen kommt Benno Mohr nicht mehr für eine Verpflichtung infrage. Damit muss der Verein weiter nach einem Mann für die linke Mittelfeldseite suchen.

Von Thomas Rellmann

Seine künftigen Kollegen lernte Nico Rinderknecht am Donnerstag direkt dort kennen, wo‘s zählt: auf dem Rasen des Preußenstadions. Es stand zwar kein Spiel an, dafür aber ein nicht ganz unwichtiger Termin für die Marketing- und Merchandising-Abteilung des Vereins. Das brandneue Mannschaftsfoto für die Saison 2017/18 wurde geschossen.

Gerade rechtzeitig, um höchstselbst auf diesem aufzutauchen und nicht später per Photoshop eingebaut oder in einer Ecke eingeklinkt zu werden, hatte der 19-Jährige seinen Leihvertrag über ein Jahr unterzeichnet. Er kommt vom Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt, wo er seinen Kontrakt gleichzeitig um 24 Monate bis 2021 verlängerte.

Der zentrale Mittelfeldspieler ist damit der fünfte externe Neuzugang für den SC Preußen. Er ist 1,84 Meter groß und soll nach dem möglichen Saison-Aus für Benjamin Schwarz (Knie-Operation) eine Alternative zu Michele Rizzi, Danilo Wiebe und Sandrino Braun werden. In der abgelaufenen Spielzeit kam er in der Regionalliga Bayern für die Reserve der Schanzer 22 Mal zum Einsatz und erzielte dabei respektable sechs Treffer (vier Assists). Im Sommer 2016 war der gebürtige Gießener aus der U 19 von Eintracht Frankfurt zum FCI gewechselt. Für die Hessen, für die er seit 2011 alle Jugend-Teams durchlief, bestritt er als A-Junior am 13. Dezember 2015 fünf Minuten in der 1. Liga, beim 1:0 gegen Borussia Dortmund.

Ziel: Spielpraxis sammeln

Die Kontakte von SCP-Sportchef Malte Metzelder dürften bei der Verpflichtung zumindest nicht hinderlich gewesen sein. Bis April war der 35-Jährige Bestandteil der Geschäftsstelle in Ingolstadt. „Nico ist flexibel einsetzbar und kann im Zentrum auf allen Positionen spielen. Er ist ein ausgesprochen motivierter Spieler und hat im letzten Jahr eine außerordentliche Entwicklung genommen“, sagt Metzelder. „Er ist torgefährlich, zweikampf- und willensstark.“ Die Intention des FCI ist klar: In Münster soll Rinderknecht Praxis sammeln.

Für Trainer Benno Möhlmann dürfte der Zuwachs im Mittelfeld durchaus beruhigend sein, schließlich musste er zuletzt mit einem extrem schmalen Kader auskommen. Panik schob der Routinier natürlich nicht. „Es werden schon noch einige wieder fit“, sagte er nach dem 2:0-Sieg bei Borussia Dortmund II am Mittwoch mit Blick auf den Saison-Auftakt. „Bis Erfurt sind es ja noch mehr als zwei Wochen.“

Ole Kittner (Sprunggelenksverletzung) soll bald zurückkommen, auch Fabian Menig (Nagelbettentzündung) wird kein langfristiger Ausfall sein. Jeron Al-Hazaimeh (Knöchel) und Martin Kobylanski (Oberschenkel) mussten zwar in Brackel nach dem Abpfiff bandagiert werden, mischten aber tags darauf bei der Laufeinheit nach dem Fototermin schon wieder mit.

Kein Thema mehr ist Außenspieler Benno Mohr. Der 21-Jährige, der in der Vorsaison für Borussia Mönchengladbach II selten auf dem Platz stand, nun vertragslos ist und als Gastkicker mehrere Tage beim Team weilte (unter anderem war er Vorbereiter beim 1:1 gegen Wattenscheid), ist abgereist. Damit besteht auf der linken Offensivseite weiter Handlungsbedarf, zumal Neuzugang Luis Cueto mit einer Knochenhautentzündung weiter pausiert.

Spieltage: Fußball: Spielplan der Dritten Liga 2017/2018



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