So., 09.07.2017

Fußball: 3. Liga Preußen schlagen Wiedenbrück in Oelde

Innenverteidiger Lion Schweers beherrscht auch den Torjubel – er traf auch gegen Wiedenbrück.

Innenverteidiger Lion Schweers beherrscht auch den Torjubel – er traf auch gegen Wiedenbrück. Foto: pp

Oelde - 

Preußen Münster kurvt vergleichsweise unauffällig durch die Saisonvorbereitung: Gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück gab es den nächsten Sieg, der fiel aber mit 1:0 knapp genug aus und verriet wenig über die Aussichten beim Saisonstart in 14 Tagen.

Von Andre Fischer

„Ich war noch dran.“ Lion Schweers Antwort auf die Frage, wer denn nun für den Siegtreffer verantwortlich zeichnete, war unmissverständlich deutlich. Preußens Innenverteidiger tat fast so, als hätten alle 450 Zuschauer auf der Sportanlage in Sünninghausen das 1:0 der Preußen gegen den Viertligisten SC Wiedenbrück so mir nichts dir nichts gesehen. Dem war nicht so. Als Michele Rizzi nach 38 Minuten einen Freistoß von der halblinken Seite in die Gefahrenzone des Regionalligisten bugsierte, flatterte das Leder an Freund und Feind vorbei ins Netz. Augenscheinlich schwer zu erkennen, dass da noch jemand seinen Fuß in die Bahn des Balles hielt. „Das hätte ich jetzt auch gesagt“ – Co-Trainer Sven Kmetsch konterte die flotte Reaktion Schweers‘ mit einem Lächeln. Keine Frage, der Ex-Schalker gönnte seinem Schützling den Treffer.

Es war das einzige Tor. Münster blieb damit seiner Linie treu. Auch im sechsten Test im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Serie, die am 22. Juli mit dem Gastspiel bei RW Erfurt beginnt, verließen die Adlerträger ungeschlagen das Feld. „Zu Null, das ist wichtig“, zeigte sich Trainer Benno Möhlmann durchaus einverstanden mit dem Auftritt und lobte seine defensiv gut ausgerichtete Truppe. „Nur vorne, da müssen wir endlich den Schalter umlegen.“ Ganz gleich ob Adriano Grimaldi per Kopf nach zehn Minuten oder der spielstarke Philipp Hoffmann in Minute 14 – das Runde wollte zunächst nicht ins Eckige. Ein Fakt, der sich auch nach dem eher schmeichelhaften, weil von der Entstehung her glücklichen Führungstreffer nach der Pause bewahrheitete. Luca Steinfeldt (71.) und zwei Mal Tobias Rühle (72./73.) hätten alles klarmachen können.

Drei Fragen an Nico Rinderknecht

Nico, Sie sind seit Donnerstag in Münster. Schon angekommen?

Rinderknecht: Ich habe erst einmal mit der Mannschaft trainiert und jetzt eine gute Stunde gespielt. Es fühlt sich gut an.

 

Zufrieden mit dem Debüt für den SCP?

Rinderknecht: Da ist noch reichlich Luft nach oben. Ich muss mich erst mal an das neue Spielsystem gewöhnen. In Ingolstadt haben wir ein 4-3-3-Angriffspressing gespielt. Hier gibt der Trainer 4-1-4-1-Mittelfeldpressing vor.

 

Gegen Wiedenbrück haben Sie auf der Acht agiert. Sehen Sie sich dort auch in Zukunft?

Rinderknecht: Ob auf der Acht oder auf der Sechs: Für mich zählt in erster Linie, dass ich spiele und mich entwickele.

Inwieweit die Vergleiche mit unterklassigen Mannschaften einen Schluss über die Konkurrenzfähigkeit des SCP zulassen, ist die Frage. Möhlmann jedenfalls empfand die jüngsten Duelle mit der Reserve des BVB und eben Wiedenbrück als durchaus richtungweisend und hilfreich. Zudem scheint sich in dieser Woche die personelle Situation zu entspannen. Martin Kobylanski, der gegen den SCW wegen Oberschenkelproblemen geschont wurde, Ole Kittner, Lucas Cueto und Fabian Menig dürften wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen. Und das Juwel im Sturm fehlt ja auch noch: Tobias Warschewski, aktuell mit der deutschen U 19 im EM-Einsatz. Licht am Horizont.

SCP: Schulze Niehues – Tritz, Mai (67. Scherder), Schweers, Al-Hazaimeh – Wiebe – Stoll, Rinderknecht (67. Braun), Hoffmann (67. Rühle) Rizzi – Grimaldi (46. Steinfeldt).



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