Mo., 10.07.2017

Fußball: 3. Liga Moritz Heinrich wechselt von 1860 München zum SC Preußen

Adriano Grimaldi ist in de Vorbereitung der Preußen-Knipser vom Dienst, jetzt bekommt er Verstärkung von den Münchner Löwen

Adriano Grimaldi ist in de Vorbereitung der Preußen-Knipser vom Dienst, jetzt bekommt er Verstärkung von den Münchner Löwen Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Drittligist Preußen Münster gastiert am Dienstag in Beelen und trifft um 18.30 Uhr auf den Regionalliga-Aufsteiger Westfalia Rhynern. Möglicherweise schon mit einem neuen Mann in den eigenen Reihen: Der 20-jährige Offensivmann Moritz Heinrich scheint von 1860 München nach Münster zu wechseln.

Von Alexander Heflik

Die Zeit vergeht wie im Flug. Ein paar Mal schlafen, dann ist nicht nur die Vorbereitung des SC Preußen Münster beendet, sondern dann steht auch das erste Saison-Punktspiel bei Rot-Weiß Erfurt auf dem Programm. Und Ende Juli gastiert bereits Aufsteiger SV Meppen im Preußenstadion zum ersten Drittliga-Heimspiel des SCP. So langsam testet sich der SC Preußen an die Saison heran, nicht spektakulär, nicht überragend, eher heimlich still und leise. Da passte es ins Bild, dass der nächste Neuzugang nicht etwa von den Preußen vermeldet wird, sondern dass sich die Nachricht auf einer Fanseite der Münchener Löwen versteckt und von dort aus verbreitet.

Dort wurde am Montagnachmittag mit großem Bedauern der Abgang von Offensivtalent Moritz Heinrich bekanntgegeben, den es mit sofortiger Wirkung nach Münster zu seinem ehemaligen Trainer Benno Möhlmann ziehe. Heinrich ist 20 Jahre alt, spielt seit seinem sechsten Lebensjahr bei 1860 München, wurde dort Torschützenkönig mit der U19, spielte in der Junioren-Nationalmannschaft und künftig eben in Münster. Ob er beim Test am Dienstag (18.30 Uhr) in Beelen gegen Regionalliga-Aufsteiger Westfalia Rhynern schon am Start ist, ist indes fraglich.

Der Club aus Rhynern stieg als Vizemeister der Oberliga mit dem TuS Erndte­brück in die vierte ­Liga auf. Das war nicht ­unproblematisch, weil zum einen der Sportplatz Papenloh nicht gerade Regional­liga-Verhältnissen bei den ­Sicherheitsstandards entsprach. Erst dank Zusagen der Stadt Hamm für die städtische Evora-Arena, dass zeitnah bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, wurde im zweiten Anlauf die Lizenz für die Regionalliga erteilt. Und jetzt spielt Westfalia Rhynern am 29. Juli bei RW Oberhausen, schöpft aus einem gerade einmal 100 000 Euro umfassenden Etat.

Münster gegen Rhynern ist für den Viertligisten eine wichtige Partie in der Mitte der Vorbereitung. Allerdings wird der Star der Mannschaft noch im Urlaub weilen. Salvatore Gambino ist mittlerweile 33 Jahre alt und wie alle seine Mitspieler ein „Feierabend-Kicker“ – was bedeutet, dass kein Spieler aus Rhynern als Profi in der Regionalliga spielt.

Der SCP wird im siebten von acht Testspielen weiter an der Formation feilen. Fünf Siege, ein Unentschieden, 40:1 Tore, zuletzt Erfolge über die Regionalligisten Borussia Dortmund II (2:0) und SC Wiedenbrück (1:0) lassen vermuten, dass Trainer Benno Möhlmann seine Jungs in Schwung gebracht hat. „Wir hoffen darauf, dass die angeschlagenen Spieler sich zurückmelden“, meint Sportchef Malte Metzelder. Für Tobias Rühle gilt das bereits, Innenverteidiger Ole Kittner wird wieder ins Training integriert. Bliebe noch das Warten auf Linksaußen Lucas Cueto. Und Tobias Warschewski, der am Montag von der U-19-EM in Georgien nach dem Aus, zwei Einsätzen und einem Treffer gegen England (1:4) die Heimreise antreten musste – und natürlich den neuen Mann aus Bayern: Moritz Heinrich.

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