Do., 13.07.2017

Fußball: 3. Liga Preußens Fabian Menig: Der Zuverlässige mit Sprüche-Potenzial

Schnell angekommen ist Fabian Menig beim SCP. Der Defensiv-Alrounder ist ein Startelf-Kandidat.

Schnell angekommen ist Fabian Menig beim SCP. Der Defensiv-Alrounder ist ein Startelf-Kandidat. Foto: Thomas Rellmann

Herzlake - 

In seinem neuen Umfeld ist Fabian Menig schnell angekommen. Das sieht man und spürt man in diesen Tagen, in denen sich die Defensivkraft mit dem SC Preußen Münster auf die Drittliga-Saison vorbereitet. Wie schon zuvor präsentiert er sich auch in Herzlake gut – und ist daher ein Startelf-Kandidat.

Von Thomas Rellmann

Als Fabian Menig im Frühjahr als erster Neuzugang der Preußen vorgestellt wurde, ahnte auch er selbst nicht, dass er mit 23 und zwei Drittliga-Jahren auf dem Buckel der mit Abstand erfahrenste Zuwachs sein würde. Ändern wird sich daran voraussichtlich nichts mehr. Darauf angesprochen ist er weder überrascht noch pikiert. Nein, er lacht freundlich. Das tut er eigentlich immer.

Menig kommt an. Im Umfeld wie im Team. „Ich habe seit dem Trainingsauftakt bereits mit jedem Kollegen mindestens ein längeres Gespräch geführt“, erzählt er. Die neue Umgebung hat er schnell liebgewonnen. Einzig die schwere Handprellung und zuletzt eine Nagelbettentzündung störten ihn anfangs ein wenig. Trotz der Zwangspausen hat er sich schon in Szene gesetzt, als Abwehr-Allrounder ist er ein ernsthafter Startelf-Kandidat in einer ansonsten sehr eingespielten Mannschaft. „Die Chancen zu spielen, stehen ganz gut“, sagt er. „Fürs Team ist es sicher ein Vorteil, vielseitig zu sein.“ Links hieße sein Konkurrent Jeron Al-Hazaimeh, doch der spielte zuletzt vorgezogen. „Das hat gut funktioniert mit ihm, wir sind ja beide clevere Spieler.“

„Zuverlässig und konstant“

Sich selbst bezeichnet der Blondschopf aus der Fußballschule des SC Freiburg als „zuverlässig und kon­stant. Bei mir weiß man, was man hat. Ich mache keine Überdinger, bin zweikampfstark und leidenschaftlich.“ Und als Typ? „Für ‘nen Spruch bin ich wohl zu haben.“ Menig präsentiert sich als reflektiertes Bürschchen. Bei den Beweggründen für seinen Wechsel nach Münster verzichtet er auf Allgemeinplätze. „In Freiburg hätte ich zwar zum Profi-Aufgebot gehört, aber war eher als Stütze der Zweiten vorgesehen. Das war für mich nicht der logische nächste Schritt.“

Natürlich hätte er auch beim VfR Aalen bleiben können, an den er für zwei Spielzeiten ausgeliehen war. „Doch da habe ich in Münster mittelfristig mehr Potenzial gesehen. Und mir tut es vermutlich auch mal ganz gut, aus dem Süden rauszukommen“, sagt der Verteidiger. Bereut hat er den Schritt bislang nicht im Ansatz. Im Gegenteil. Die Stadt Münster gefällt ihm hervorragend. Und ihm imponiert die Mannschaft, in die er da gekommen ist. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Hier ist schon ein echtes Team. Die Strukturen sind gefestigt. Ich hoffe, das wird ein Vorteil.“



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