Fr., 14.07.2017

Fußball: 3. Liga Preußen-Präsident Strässer geht ohne Ausgliederung oder Stadion

Christoph Strässer (l.), Vereinssprecher Marcel Weskamp und Frank Westermann. 

Christoph Strässer (l.), Vereinssprecher Marcel Weskamp und Frank Westermann.  Foto: Oliver Werner

Münster - 

Gehen die Vorhaben Ausgliederung oder Stadion-Neubau in die Hose, wird Preußen-Präsident Christoph Strässer abtreten. Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft dürfte allerdings noch einige Monate auf sich warten lassen.

Von Thomas Rellmann

Preußen-Präsident Christoph Strässer verbindet sein Amt klipp und klar mit dem Erfolg dreier wichtiger Komponenten: „Finanzielle Konsolidierung, Ausgliederung und Stadion-Neubau.“ Das betonte er am Freitag in einer Pressekonferenz, die sich vor allem um das Projekt einer künftigen Arena drehte. Geht einer der Punkte nicht auf, gäbe der 68-Jährige seinen Posten auf, daran ließ er keine Zweifel. Dass das Gleiche unter anderem auch für Aufsichtsratschef Frank Westermann und Vorstandsmitglied Walther Seinsch gelten könnte, liegt auf der Hand.

Die Ausgliederung der Profi-Abteilung lässt weiter auf sich warten. Strässer betonte erneut: „Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Bevor wir ins Risiko gehen, kann es auch erst im nächsten Jahr etwas werden. Wir arbeiten intensiv daran, denn ohne diesen Schritt wären die Lizenzierung und die Finanzausstattung für die 3. Liga massiv gefährdet.“ Zudem wies der Clubchef darauf hin, dass die Form des e.V. für Sportclubs ohnehin auf politischer Ebene außer Kraft gesetzt werden könnte.

Zwischen Stadion-Neubau und Ausgliederung gebe es zwar keinen formellen Zusammenhang. „Aber es würde sich positiv ergänzen.“ Westermann schilderte das Plus einer neuen Gesellschaftsform: „Es wäre das erste Vehikel, um auf eine professionellere Ebene zu gelangen. Mit dem neuen Kapital könnten wir die sportliche Seite besser ausstatten und dort über einen Fünfjahresplan die Summe X per anno investieren.“

Der Rechtsanwalt ergänzte zugleich: „Eine gedankliche Verbindung zwischen beiden Projekten besteht schon. Die Entwicklungen in Infrastruktur und Sport dürfen nicht zu weit auseinanderklaffen. Sonst ist die Lücke irgendwann nicht mehr zu schließen.“ 



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5010378?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F