Fr., 14.07.2017

Fußball: 3. Liga Cueto plant bei Preußen auch eine Anlaufzeit mit ein

Endlich wieder mit Leibchen: Im Trainingslager in Herzlake kehrte Lucas Cueto (l.) zurück.

Endlich wieder mit Leibchen: Im Trainingslager in Herzlake kehrte Lucas Cueto (l.) zurück. Foto: Thomas Rellmann

Münster - 

Lucas Cueto beschreibt sich selbst als „dribbelfreudig“ und mit „Zug zum Tor“ ausgestattet. Zwar stoppte den 21-Jährigen in der Vorbereitung eine Verletzung, doch von seinem Stil erhofft sich der SC Preußen viele Akzente auf der linken Seite.

Von Thomas Rellmann

Ein bisschen Geduld braucht Lucas Cueto dann doch noch. Die Rückkehr ins Mannschaftstraining ist vollzogen, aber jede Einheit kann der 21-Jährige noch nicht bestreiten. Eine Reizung am Schienbein, der Ansatz einer Knochenhautentzündung, erschwerte ihm den Start bei den Preußen.

Geduld ist ohnehin ein Stichwort für den Ex-Kölner, der einst in der Jugend des FC brillierte. Als er vor eineinhalb Jahren aus der U 21 der Geißböcke zum FC St. Gallen wechselte, weil er bei den Profis wenig zum Zug kam, sollte das ein Schritt nach vorne werden. Doch es reichte nur für 21 Einsätze, keiner über 90 Minuten. „Die Zeit in der Schweiz hat er sich sicher anders vorgestellt“, sagte SCP-Sportchef Malte Metzelder bei der Präsentation. Ein verschenkter Karriereabschnitt also? Da widerspricht Cueto energisch. „Es war sehr schön, eine lehrreiche Erfahrung. Viele Dinge laufen anders im Ausland, es gab neue Reize“, sagt der Flügelspieler.

Letzte Prüfung in Rehden

Der letzte Test vor dem Saisonstart führt den SCP am Samstag (15 Uhr) aus dem Trainingslager in Herzlake zum BSV SW Rehden. Die Niedersachsen blieben als 16. der Nordstaffel nur durch den Aufstieg von Meister SV Meppen in der Regionalliga. In der Vorsaison spielte beim Erstrundengegner des FC Bayern im DFB-Pokal von 2013 (0:5) Ex-Preuße Kevin Schöneberg, nun hat sich ein anderer früherer Münsteraner dem Verein angeschlossen: Addy Menga, der zuletzt beim VfL Osnabrück war.

Trotzdem wagt er nun den Neuanfang an der Hammer Straße. Die Preußen erhoffen sich von ihm reichlich Kreativität, einen anderen Stil auf der Außenbahn. „Ich suche immer den direkten Weg zum Tor, bin dribbelfreudig und spiele am liebsten im linken Mittelfeld“, erzählt Cueto. Unter anderem für diese Position hat der Verein jüngst noch Moritz Heinrich (TSV 1860 München) hinzugeholt. Doch Konkurrenz scheut der Rheinländer nicht. „Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und versuche immer viel an mir zu arbeiten. Mir ist klar, dass ich mich auf einigen Entwicklungsfeldern noch verbessern kann.“ Ob er schon für das Auftaktspiel gegen Erfurt in einer Woche eine Option ist? „Ich hoffe es“, sagt Cueto. Eine Garantie kann er nicht abgeben. „Mir ist schon klar, dass ich in Münster eine gewisse Anlaufzeit brauche.“



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