Di., 18.07.2017

Fußball: 3. Liga KSC und Würzburg nach Trainer-Umfrage favorisiert, SFL und VfL auch genannt

Oscar Corrochano und Joe Enochs (unten) legen sich wie viele andere auf den Karlsruher SC und die Würzburger Kickers als Aufstiegskandidaten fest.

Oscar Corrochano und Joe Enochs (unten) legen sich wie viele andere auf den Karlsruher SC und die Würzburger Kickers als Aufstiegskandidaten fest. Foto: Mrugalla

Lotte / Osnabrück - 

Der Karlsruher SC und die Würzburger Kickers sind die Topfavoriten auf den Aufstieg. Das ergab eine Umfrage unter den Trainer der 3. Liga. Genannt wurden aber auch der VfL Osnabrück und die Sportfreunde Lotte.

Der neue Trainer der Sportfreunde Lotte, Oscar Corrochano, will nur eins, möglichst schnell den Klassenerhalt sicherstellen, um „dann zu schauen, was noch möglich ist“. Mindestens Platz sechs wie in der Vorsaison, aber einen besseren Punkteschnitt (54) möchte Trainer Joe Enochs mit dem VfL Osnabrück erreichen. Das sind die Zielsetzungen der beiden heimischen Drittligisten. In einer Umfrage aller Trainer zu Favoriten und eigenen Aussichten legten sie ihre Sicht der Dinge da. Ob es realistisch, zu hoch oder zu tief gestapelt ist, wird sich in der am Freitag beginnenden Drittliga-Saison zeigen.

Wobei, geht es nach Marc-Patrick Meister vom Karlsruher SC spielen die Sportfreunde und der VfL sogar um den Titel mit. Der Chefcoach des haushohen Titelfavoriten sieht die beiden Nachbarn als ernstzunehmende Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg an.

Insgesamt beriefen sich die 20 Coaches auf einen nicht unüblichen Reflex: Sie nannten vor allem die Zweitliga-Absteiger als die Titelfavoriten. Das ist in diesem Jahr logischer denn je, denn der Karlsruher SC (19 Stimmen) und die Würzburger Kickers (14) haben zweifellos am meisten investiert und die prominentesten Profis verpflichtet. Das neue Sturmduo der Badener lautet Anton Fink (Rekord-Torschütze der 3. Liga) und Dominik Stroh-Engel (zuletzt bei Erstligist Darmstadt 98). Nur Sascha Hildmann (SG Sonnenhoft Großaspach) hat offenbar den KSC nicht auf dem Schirm.

Tatsächlich aber stehen 14 der 20 Vereine auf der Liste der Anwärter. Auch die Magdeburger (12) stehen als Vierter der Vorsaison hoch im Kurs. Dahinter folgt dann schon eine kleine Lücke, ehe der SV Wehen Wiesbaden (6) und dann Preußen Münster (3) kommen. Zudem tauchen auch der VfR Aalen, Hansa Rostock, der FSV Zwickau, der SC Paderborn, der VfL Osnabrück, die SF Lotte sowie die drei Aufsteiger SpVgg Unterhaching, Carl Zeiss Jena und SV Meppen vereinzelt in den Trainer-Prognosen auf. Leer gehen lediglich der Chemnitzer FC, RW Erfurt, Großaspach, Fortuna Köln und überraschend der Hallesche FC aus. Werder Bremen II als einzige Reserve ist ohnehin nicht aufstiegsberechtigt.

Interessant ist, was Aalens Coach Peter Vollmann sagt: „Nicht zuletzt wegen der Unterstützung aus dem Solidarfonds sind die Zweitliga-Absteiger in der Lage, einen höheren Etat auf die Beine zu stellen.“ Auch der Osnabrücker Joe Enochs schlägt in diese Kerbe: „Durch die finanzielle Unterstützung konnten für die Zweitliga-Absteiger konnten der KSC und Würzburg gute und gestandene Spieler holen.“

Enochs und Oscar Corrochano setzten wie die meister ihrer Kollegen auf Würzburg und Karlsruhe, wobei der Lotter Coach noch ergänzt: „Insgesamt ist die Liga aus meiner Sicht sogar noch stärker und ausgeglichener geworden.“



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