Fr., 21.07.2017

Fußball: 3. Liga Preußen-Fanprojekt legt Maßnahmenkatalog zur Ausgliederung vor

Präsident Christoph Strässer 

Präsident Christoph Strässer  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das Fanprojekt des SC Preußen schaltet sich aktiv in die Vorbereitung einer möglichen Ausgliederung ein. Die Vertreter legten der Vereinsspitze nun einen acht Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog vor, in dem die Wünsche der Anhängerschaft berücksichtig werden.

Von Thomas Rellmann

Einen acht Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog zur möglichen Ausgliederung der Profi-Abteilung hat das Fanprojekt des SC Preußen dem Clubchef Christoph Strässer und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Westermann vorgelegt. „Es war ein sehr positiver Austausch“, sagt FP-Sprecher Florian Voß. Verbindliche Zusagen zur Umsetzung der Anliegen gab es zwar nicht, doch die Wünsche der Anhängerschaft sollen in der Vorbereitung des formalen Aktes Berücksichtigung finden, sicherten die Funktionäre zu.

Die jüngste Entschleunigung des Ausgliederungsprozesses, der ursprünglich bereits in diesem Sommer abgeschlossen sein sollte, begrüßten die Fan-Vertreter. Nun hoffen sie auf einen gewissen Einfluss. „Wir sind noch an einer Stelle, an der wir mitreden können“, so Voß. Details fehlten allerdings nach wie vor. Fanprojekt-Präsident Benjamin Sicking betonte: „Herr Westermann und Herr Strässer konnten uns ein grobes Bild über die Komplexität aufzeigen. Für uns war es ein guter Beginn, um die Diskussion konstruktiv weiter zu begleiten.“ Momentan ist noch eine Wirtschaftsprüfungsagentur mit einer genaueren Analyse beauftragt.

Zu den Ansätzen des Katalogs gehören vor allem der Schutz der besonderen Identität des Vereins, eine hohe Transparenz in den Gremien und mehr demokratische Mitbestimmung für die Mitglieder. Auch ist es dem Fanprojekt wichtig, dass der Vertrag zwischen dem eingetragenen Verein und der ausgegliederten GmbH & Co.KGaA vor einer Abstimmung rechtzeitig veröffentlich wird.

Sicking betont aber gleichzeitig, dass es keine Empfehlung für ein Votum geben wird. „Wir wollen keine Position für oder gegen eine Ausgliederung vorgeben“, erklärt Sicking. Kurz vor der Versammlung soll eine Podiumsdiskussion angeboten werden. „Im Optimalfall würden wir durch eine Ausgliederung im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich an Transparenz gewinnen“, sagt Voß.



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