Mi., 26.07.2017

Fußball: 3. Liga Preußen und das Wiedersehen mit den Posipals

Traf beim letzten Sieg der Preußen über den SV Meppen vor 28 Jahren für beide Teams: Peer Posipal

Traf beim letzten Sieg der Preußen über den SV Meppen vor 28 Jahren für beide Teams: Peer Posipal Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Es ist erst das fünfte Aufeinandertreffen zwischen dem SC Preußen Münster und dem SV Meppen in der Meisterschaft. Vier Partien gab es in der 2. Bundesliga zwischen 1989 und 1991, nur einmal gewann der SCP mit 2:1. Einer spielte dabei eine besondere Rolle: Peer Posipal.

Von Alexander Heflik

Das Unentschieden zum Auftakt bei RW Erfurt bewertete Preußen-Trainer Benno Möhlmann mit einigen Tagen Abstand als 3-. Nicht mehr, nicht weniger. Dem Sieg hinterhertrauern wollte er nicht wirklich, aber der Dreier lag nicht in aussichtsloser Ferne herum. Am Samstag im Heimspiel gegen den SV Meppen (Anstoß 14 Uhr) hofft er wenige Tage vor seinem 63. Geburtstag aber auf etwas, was den Drittligisten in der Rück­runde der abgelaufenen ­Saison so stark machte: die besondere Heimstärke – gegen einen Gegner, der vorrangig vom Kampf und der Intensität leben wird.

Tatsächlich war der SCP die zweitbeste Elf der 3. Liga im eigenen Stadion – hinter Aufsteiger Holstein Kiel. Damit legten die Preußen den Grundstein zum Ligaerhalt. Nun also kommt Meppen, der Aufsteiger, der erste von 19 Gegnern an der Hammer Straße in der Saison 2017/18. Nur vier Mal spielte der SCP in der Meisterschaft gegen den SVM, alle Partien fanden in der 2. Liga zwischen 1989 und 1991 statt. Und nur eine Partie gewann Münster.

Das war am 17. September 1989 vor 13 000 Zuschauern. Eine tragende Rolle beim SCP spielte Peer Posipal, der Sohn von Jupp Posipal, dem Weltmeister von 1954. Der Mittelfeldspieler markierte das 1:0 für Münster, traf dann zum 1:1 aber auch ins eigene Tor, ehe Guido Fleige an diesem neunten Spieltag das 2:1 erzielte. Dieses eine Mal siegte der SCP gegen die stets von Rainer Persike ­trainierten Meppener. Später trafen sich beide Clubs ­häufiger in Testpartien.

Am Sonntag dürfte nun die dritte Generation Posipal in Münster zum Einsatz kommen, Patrick Posipal, der 29 Jahre alte Sohn von Peer, hat gute Chancen auf einen Einsatz als Sechser im halbrechten defensiven Mittelfeld – sein teaminterner Kontrahent Markus Ballmert patzte bei einem Gegentor beim 2:2 zum Auftakt gegen die Würzburger Kickers. ­Vater Peer, der für Münster in 83 Pflichtpartien 13 Tore schoss und auch Kapitän war, hat jedenfalls für Samstag sein Kommen angekündigt. Einst ließ er sich mit dem Sohnemann am Lambertibrunnen ablichten, steckte Patrick in ein übergroßes Preußentrikot mit der Westfalen-Werbung. Das war gestern, heute dürfte seine gesamte Sympathie dem SV Meppen gelten.



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