Fr., 28.07.2017

Video-Fußball: 3. Liga Preußen-Trainer Möhlmann hat Vertrauen in die Heimstärke

Martin Kobylanski (l.) und die Preußen freuen sich auf das erste Heimspiel der Saison gegen den SV Meppen und wollen ihre gute Bilanz der Vorsaison an der Hammer Straße bestätigen.

Martin Kobylanski (l.) und die Preußen freuen sich auf das erste Heimspiel der Saison gegen den SV Meppen und wollen ihre gute Bilanz der Vorsaison an der Hammer Straße bestätigen. Foto: Sebastian Sanders

Münster - 

Betont zuversichtlich gibt sich Preußen-Trainer Benno Möhlmann vor dem ersten Heimspiel der Saison. Gegen den SV Meppen erwartet er schon einen Sieg. Die Gäste kommen als Neuling allerdings mit einer gewissen Euphorie nach Münster.

Von Thomas Rellmann

Die eine oder andere Neuerung erwartet die Besucher im viel diskutierten und zweifellos sanierungsbedürftigen Preußenstadion. Die Katakomben wurden bildlich aufgehübscht, im Innenraum umranden nun erstmals LED-Werbetafeln im Wechsel den Rasen, und selbst die verkommene Westkurve sieht nicht mehr ganz so marode aus wie zum Ende der Vorsaison. Eine Sache aber wollen Spieler, Verantwortliche und Fans unangetastet lassen: die Heimstärke.

Nur Aufsteiger Holstein Kiel holte 2016/17 zu Hause mehr Zähler, in der Rückrunde war die SCP-Ausbeute sogar unübertroffen. Alles andere als drei Punkte gegen Neuling SV Meppen an der Hammer Straße (Samstag, 14 Uhr) würde niemanden zufriedenstellen. „Wir haben ein ganz klares Ziel, nämlich vor eigenem Publikum zu gewinnen“, sagt Trainer Benno Möhlmann. Er führt als Begründung sogar ungefragt die Gründe auf, die für seine Mannschaft sprechen. „Wir haben uns in Heimspielen ein gewisses Selbstvertrauen geschaffen, sind grundsätzlich eingespielt und können auf unsere Zuschauer vertrauen“, sagt der 62-Jährige. Zum letzten Aspekt merkt er allerdings auch an: „Wir dürfen nicht von den Fans etwas erwarten, sondern sollten ihnen etwas geben.“

Zuletzt klappte das ja daheim meistens gut, und entsprechend groß ist auch die Zuversicht rund um den SCP. Mit vier Zählern wäre der Saisonstart schon mal mehr als passabel, gegen einen Neuling sollten die nicht utopisch sein. Zumal sich personell ein paar Möglichkeiten ergeben. Der Coach legt sich zwar auf ein 4-1-4-1 fest („In dem System haben wir unsere Sicherheit gefunden“), kann sich aber eine andere Ausrichtung als beim 1:1 in Erfurt vorstellen und auch vereinzelte Personalwechsel. Philipp Hoffmann oder Lennart Stoll scharren mit den Hufen. Auch Tobias Warschewski ist wieder gesund und ersetzt Luca Steinfeldt im 18er-Aufgebot. Simon Scherder hat seine Erkältung überwunden, muss aber wahrscheinlich Ole Kittner den Vortritt lassen.

Die einzigen Sorgenkinder bleiben Nico Rinderknecht, der wegen seines nicht sofort diagnostizierten Sehnenanrisses noch eine Woche pausieren muss, und Lucas Cueto. Der Flügelspieler plagt sich mit ihm nicht ganz neuen Reizungen und Entzündungen zwischen Schienbein und Patellasehne herum und absolviert eine Reha. Rückkehr ungewiss.

Für Samstag erwartet Möhlmann nicht nur mauernde Gäste. „Die Meppener sind als Aufsteiger immer gefährlich. Natürlich kommen sie über Kampf und Begeisterung, aber sie werden nicht nur bolzen. Leute wie Martin Wagner oder Thilo Leugers spielen richtig guten Fußball. Die Mischung funktioniert.“ An der SCP-Vorgabe ändert diese Feststellung aber nichts.

►  SCP: Körper – Tritz, Mai, Schweers, Menig – Wiebe – Rühle, Rizzi, Kobylanski, Heinrich – Grimaldi►

► Bis Freitagmittag hatte der Verein inklusive Sponsoren- und Ehrenkarten 3002 Saison-Tickets verkauft, was etwa dem Wert des Vorjahres entspricht. Am Ende der Spielzeit waren es 3300. Für Samstag sind bislang 5500 Karten vergeben, etwa 1000 davon an Meppener Fans.



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