Mo., 31.07.2017

Fußball: 3. Liga Wut und Freude - Al-Hazaimeh muss sich bei den Preußen gedulden

 

  Foto: Sebastian Sanders

Münster - 

Jeron Al-Hazaimeh hat sich die neue Saison auch anders vorgestellt. Trotz guter Vorbereitung hat er auf der linken Seite seine Stammposition verloren. Gegen Meppen stellte er als Einwechselspieler den 3:0-Endstand sicher, Trainer Benno Möhlmann fand trotzdem Kritikpunkte.

Von Alexander Heflik

Erst platzten Wut und Freude aus Jeron Al-Hazaimeh förmlich heraus, nachdem er das 3:0 erzielt hatte. Dann verpasste Trainer Benno Möhlmann dem eingewechselten Mittelfeldspieler dezenter, aber nicht weniger deutlich, einen unmissverständlichen Tadel.

Der 25 Jahre alte Linksfuß war erneut nicht in der Startelf zu finden. In Erfurt beim 1:1 eingewechselt, hatte er den Siegtreffer auf dem Fuß und scheiterte knapp. Am Samstag gegen Meppen rückte er für den unauffälligen Moritz Heinrich ins Team nach 63 Minuten. Zwei Konterchancen (65. und 82.) konnte er nicht nutzen, in der 86. Minute aber traf der Ex-Lotteraner zum 3:0-Endstand. „Der Moment ist schwer in Worte zu fassen. Da war die ganze Wut im Spiel, soviel Adrenalin.“ Al-Hazaimeh drehte ab zum Jubel an der Gegengerade, riss sich das Trikot vom Leib, schmiss es Balotelli-mäßig von sich und trat auch noch eine unschuldige Eckfahne um. Große Gesten, großes Theater, große Befreiung.

„Für mich ist das Show“, meinte Coach Möhlmann. Er ärgerte sich darüber, dass Al-Hazaimeh nach den zwei vergebenen Chancen nicht sofort wieder die Defensivarbeit aufgenommen, sondern mit den Szenen gehadert hätte. Und, zur berechtigten Gelben Karte sagt er: „Das war leichtfertig.“ Verständnis sieht anders aus.



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