Mi., 02.08.2017

Fußball: 3. Liga Michele Rizzi stuft Nils Körbers Gala korrekt ein

Benno Möhlmann hatte nach der Partie allen Grund, sich bei seinemTorhüter Nils Körber zu bedanken. 

Benno Möhlmann hatte nach der Partie allen Grund, sich bei seinemTorhüter Nils Körber zu bedanken.  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das gehört auch irgendwie dazu und zum guten Ton. Der unumstrittene Matchwinner machte sich ein bisschen kleiner, als er in Würzburg war. Nils Körber blieb in der Stunde seines Triumphes ganz bescheiden.

Von Thomas Rellmann

Die Gratulationen und Anfragen für den Helden des Abends ließen sich kaum bewältigen nach dem Abpfiff. Und was machte der Gerühmte selbst? Er übte sich in Bescheidenheit. Sechs, sieben Mal hatte Nils Körber im Preußen-Tor seine Mannschaft vor einem Gegentreffer bewahrt. Seine gelassene Bewertung zu dem Thema aber lautete: „Ja, am Ende kam einiges auf mich zu. Da konnte ich ein, zwei Bälle rausholen und auch meinen Teil beitragen. Aber davor standen wir auch sehr gut, da hatte ich nicht allzu viel zu tun.“ Untertreibung!

Zumindest Michele Rizzi, immerhin Schütze des goldenen Tores, kam der Sache etwas näher. „Wir müssen uns bei Nils bedanken, gerade nach der zweiten Halbzeit. Da hat er allein drei Mal in Manuel-Neuer-Manier pariert.“ Die verzweifelten Kickers-Fans rieben sich jedenfalls die Augen, was die Preußen da für einen Schlussmann mitgebracht hatten. Er hatte erst vor zwei Wochen den Zuschlag für die Nummer eins bekommen. Nach einer tadellosen Saison seines Kontrahenten Max Schulze Niehues war das eine kleine Überraschung. Doch die leisen Zweifel sind spätestens nach diesem Mittwoch verstummt.

„Es ist schön, dass wir sieben Punkte aus drei Partien haben und davon noch zwei Mal auswärts gespielt haben“, sagte Körber. „Gerade, wenn man die Bilanz des letzten Jahres kennt.“ Da hatte Münster gerade mal einen Zähler auf dem Konto.

Dass in Würzburg auch eine Menge Glück nötig war, stritt die Leihgabe von Hertha BSC nicht ab. „Trotzdem haben wir alles für den Sieg getan, gekämpft, uns dagegen gestemmt.“ Da lag er immerhin richtig.



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