Fr., 04.08.2017

Fußball: 3. Liga Gegen Werder wollen die Preußen den positiven Trend bestätigen

Polyvalenter Defensivakteur: So nannte sich der Neuzugang von VfR Aalen, Fabian Menig (rechts), bei seiner Vorstellung selbst, also ein vielseitig einsetzbarer Abwehrakteur. Aktuell ist er als Linksverteididger erster Wahl beim SCP.

Polyvalenter Defensivakteur: So nannte sich der Neuzugang von VfR Aalen, Fabian Menig (rechts), bei seiner Vorstellung selbst, also ein vielseitig einsetzbarer Abwehrakteur. Aktuell ist er als Linksverteidiger erster Wahl beim SCP. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Fußball-Drittligist Preußen Münster erwartet am Samstag um 14 Uhr den ebenfalls noch ungeschlagenen Gast Werder Bremen II. SCP-Coach Benno Möhlmann hofft nicht nur auf ein gutes Resultat, sondern auch auf eine spielerische Steigerung. Klare Worte findet er für zwei Mannschaftsteile.

Von Alexander Heflik

Vier Pflichtspiele müssen die Preußen gleich zum Auftakt der neuen Spielzeit innerhalb von zwölf Tagen absolvieren. Vor dem Heimspiel in der 3. Liga gegen Werder Bremen II am Samstag (14 Uhr) im eigenen Stadion sind zumindest zwei Dinge erfolgreich geklärt worden. Siege über Meppen (3:0) und in Würzburg (1:0) sorgen für die maximale Ausbeute von sechs Zählern ohne Gegentor. Vorausgesetzt, es gelänge der Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann, die Heimstärke gegen Bremen erneut unter Beweis zu stellen, würde auch die hammerschwere Aufgabe in der ersten Runde des Westfalenpokal beim Ligakonkurrenten SC Paderborn am Mittwoch in einem anderen Licht erscheinen. Der SCP wäre wer, beim Auftritt in der Benteler-Arena.

Aber soweit ist es noch nicht. Möhlmann versucht den erfolgreichen Einstand in die Saison realistisch einzuschätzen. „Ein gutes Gefühl“, sagt er, hätten alle nach den Partien. Um dann aber gleich klarzustellen: „In allen Spielen haben wir bislang davon profitiert, eingespielter als der Gegner zu sein. Aber jeder hilft jedem in unserer Mannschaft.“ Der Teamgeist stimmt aktuell, die Einstellung auch. Möhlmann sieht aber auch brachliegende Potenziale: „Ich hätte mir gewünscht, dass wir in Würzburg besser gespielt hätten.“ Also lautet das Fazit: Mit der Punkteausbeute zufrieden, spielerisch ist noch was nachzuholen. Die Arbeit wartet.

Der Gegner-Check: Werder Bremen III

Ausgangslage: Verfolgerduell in Münster. Beide Teams haben sieben Zähler gesammelt, sind ungeschlagen, haben je nur einen Gegentreffer kassiert. Dritter gegen Fünfter. nicht schlecht. Obwohl ein Remis das wahrscheinlichste Resultat sein dürfte, in 18 Punktspiel-Aufeinandertreffen – vier Siege für Münster, fünf Erfolge Bremen – endete jede zweite Partie ohne Sieger. Trainer: Florian Kohfeldt besitzt den Master of Arts aus dem Studium in Gesundheitswissenschaften und Sport, erworben an der Universität Bremen. Nach drei Saisons als Co-Trainer von Viktor Skripnik, unter anderem in der 1. Bundesliga bei Werder, übernahm er von Alexander Nouri die U 23. Personal: Nur der 18 Jahre alte ghanaische Angreifer Jonah Osabutey fehlt. Ein anderes Problem ist die Erfüllung der Ü-23-Regel, denn die Werder-Reserve darf nur drei Spieler jenseits des Stichtags bringen. Kapitän Rafael Kazior musste deshalb gegen den Karlsruher SC (2:0) auf die Bank, weil Levent Aycick, Marc Pfitzern und Reservetorwart Tobias Duffner den Altersschnitt verhunzten. Als Kazior für Aycicek eingewechselt wurde, erzielte er das 2:0 – mit dem ersten Ballkontakt. Bremen ist mit 23,22 Jahren die jüngste Elf in Liga drei, Münster folgt mit 24,56 Jahren als Dritter.Kuriosum: Vor einem Jahr am dritten Spieltag, rundeten Münster als Vorletzter mit einem Punkt und Bremens U 23 mit null Zählern die Tabelle der 3. Liga.

Vor allem den Konkurrenzkampf auf den äußeren Mittelfeldposition heizt der Coach an. Dort, wo die Dinge mit dem besonderen Etwas passieren sollen, passiert dem 63-Jährigen noch etwas zu wenig. Es würde für alle beteiligten Akteure, linke Seite wie rechte Seite, gelten, von Tobias Rühle über Jeron Al-Hazaimeh zu Moritz Heinrich und Philipp Hoffmann. Möhlmann sucht nach den Ideallösungen. Die positiven Ergebnisse wie bislang, auch das vermittelt der SCP-Coach, sind nicht das allein selig-machende. Möhlmanns Bilanz: „Insgesamt bin ich mit den Außenspielern nicht so zufrieden, sonst würde ich auch nicht so viel wechseln.“

Mit Werder stellt sich eine gut gestartete Formation im Preußenstadion vor. Immerhin 150 Gäste-Fans werden erwartet, obwohl „Tag der Fans“ im Weserstadion bei der Bremer Erstvertretung ist am Samstag – mit dem Testspiel gegen FC Valencia um 18 Uhr. Rund 4000 Karten wurden in Münster abgesetzt für Heimspiel Nummer zwei, mit 6500 bis 7000 Zuschauern wird gerechnet.

►  Preußen Münster: Körber – Tritz, Schweers, Mai, Menig – Wiebe – Rühle, Rizzi, Kobylanski, Heinrich – Grimaldi.



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