Mo., 14.08.2017

Fußball: SC Preußen Nico Rinderknecht vor dem Ende seiner Zwangspause

Stammplatz Tribüne: Bisher konnte Nico Rinderknecht (r.) den Kollegen nur verletzt zuschauen.

Stammplatz Tribüne: Bisher konnte Nico Rinderknecht (r.) den Kollegen nur verletzt zuschauen. Foto: Sebastian Sanders

Münster - 

So richtig beweisen konnte sich Nico Rinderknecht noch nicht an der Hammer Straße. Kaum beim Drittligisten Preußen Münster angekommen, bremste die Leihgabe aus Ingolstadt eine Verletzung aus. Doch nun hat Rinderknecht wieder Land in Sicht, das Ende der Pause naht.

Von Thomas Rellmann

Verletzungen sind immer ärgerlich. Doch es gibt Zeitpunkte, zu denen kommen sie erst recht ungelegen. Für Nico Rinderknecht gilt das gleich in doppelter Hinsicht. Mitte Juli lieh der SC Preußen den Mittelfeldmann für ein Jahr vom FC Ingolstadt aus. Auf dem Platz gestanden hat er seitdem, abgesehen von ein paar Testspielminuten, so gut wie gar nicht. Eine Entzündung an der Plantarfaszie, etwa auf Höhe der Ferse, legte den Neuzugang lahm. Das Trainingslager fand ohne ihn statt, genau wie die ersten fünf Pflichtspiele. Erstens konnte er sich an künftiger Wirkungsstätte noch gar nicht empfehlen, und zweitens wäre auf seinen Positionen im Zentrum, wo noch nicht alles glatt läuft, sicher schon mal die Bewährungschance gekommen.

Doch allmählich ist Besserung in Sicht. Der 19-Jährige, dessen engste Begleiter bisher die Physios um Matthias Haase waren, hofft, in dieser Woche wieder Einheiten mit der Mannschaft bestreiten zu können. „Es wird besser. Ich habe an zwei, drei Tagen schon mal individuell auf dem Platz gearbeitet, der Fuß hat nicht reagiert.“ Natürlich wird es eine Weile brauchen, bis Rinderknecht bei 100 Prozent ist. Doch für das Jahr in Münster hat er sich schon einiges vorgenommen. „Ich will mich auf hohem Niveau weiterentwickeln. Beim FCI hätte ich oben trainiert, aber nur in der Regionalliga gespielt. Preußen war der einzige Verein, mit dem ich mich für eine Ausleihe beschäftigt habe.“ Natürlich war SCP-Sportdirektor Malte Metzelder, der selbst bis April bei den Schanzern auf der Geschäftsstelle arbeitete, die treibende Kraft bei dem Deal. „Aber soviel Kontakt hatten wir vorher nicht, wir kannten uns eher vom Sehen“, sagt Rinderknecht. „Aber in Ingolstadt haben mir einige Leute empfohlen, ihm zu folgen. Wir haben ein gutes Verhältnis.“

Der Allrounder im Mittelfeld sieht seine Stärken am ehesten als Achter oder spielstarker Sechser, könnte also vor allem in Konkurrenz zu Danilo Wiebe oder Michele Rizzi treten. „Ein Zehner bin ich eher nicht“, sagt er. „Aber ich habe ein gutes Gespür dafür, wann ich mich vorne einschalten muss.“ Sechs Tore in 22 Partien der Vorsaison belegen diese Selbsteinschätzung. Auf Sicht möchte der gebürtige Hesse wieder gerne dahin zurück, wo er für fünf Minuten schon einmal war. Im Dezember 2015 bestritt er mit frischen 18 Jahren einen Kurzeinsatz für Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund (1:0). „Es ist auf jeden Fall das Ziel, wenn man einmal in der Bundesliga geschnuppert hat, dort wieder hinzufinden. Aber der Weg ist weit“, sagt Rinderknecht. Die Gegenwart heißt Preußen. In Münster hat er längst eine Wohnung gefunden, die Stadt gefällt ihm (wie eigentlich allen Profifußballern). „Ich weiß, dass in der 3. Liga der Kampf zählt. Dafür haben wir die richtigen Typen.“ In Kürze will der Nachwuchsmann auch selbst dazu beitragen.



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