Mi., 16.08.2017

Fußball: U-19-Bundesliga Schock in der Nachspielzeit für die U-19-Junioren des SC Preußen Münster

Augen zu und durch: Preußens Kapitän Julian Conze (rechts), hier im Kopfballduell mit Leon Kempkens, verdiente sich als Antreiber eine gute Note, musste nach 25 Minuten aber links verteidigen.

Augen zu und durch: Preußens Kapitän Julian Conze (rechts), hier im Kopfballduell mit Leon Kempkens, verdiente sich als Antreiber eine gute Note, musste nach 25 Minuten aber links verteidigen. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Der SC Preußen stand ganz dicht vor einem Start nach Maß: Erst in der Nachspielzeit musste die U 19 gegen Borussia Mönchengladbach den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen. Nach zwei Spielen stehen damit vier Punkte auf dem Konto der Nachwuchsadler.

Von Thomas Austermann

In der Nachspielzeit leisteten sich die U-19-Fußballer des SC Preußen Münster eine ihrer wenigen Unaufmerksamkeiten. Der Lapsus aber reichte schon, um den beinahe sicheren Traumstart und den zweiten Bundesligasieg zu verspielen. Borussia Mönchengladbach kam nach Freistoß durch den ungedeckten Innenverteidiger Louis Beyer zum glücklichen 1:1 (0:1) an der Hammer Straße. Und die Adlerträger sanken enttäuscht auf den Rasen.

Denn sie waren es, die im 3-5-2-Format angetreten größtenteils überzeugten gegen einen ziemlich plan- und leblosen Gast, der keine Idee hatte, die gegen den Ball zur Fünferkette wechselnde SCP-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Weder stimmte die Laufarbeit in Thomas Flaths Elf, noch zog sie das Spiel auseinander oder übte richtig Druck über die Flügel aus.

Dazu kam das freche Ding von Justin Steinkötter in Minute vier: Der Preußenstürmer luchste außen dem Gegner den Ball ab, dribbelte in der 16-Meterraum und traf mit links ins kurze Ecke zur Führung. Nach verletzungsbedingter Umstellung musste Preußen-Nachrücker Julian Conze links defensiv aktiv werden, was dem Offensivplan des Teams gar nicht entgegenkam. Mehr und mehr zogen sich die Gastgeber zurück und verließen sich auf die drei guten Innenverteidiger sowie den umsichtigen Sechser Jari Polm. Erst Steinkötter hatte wieder Szenen vor dem Gäste-Kasten (45. und 47.), während Sturmpartner Cyrill Akono seine Probleme, sich ans Bundesliga-Geschäft anzupassen, in diesem Spiel kaum kaschieren konnte.

Gladbach kam nach dem Wechsel mit etwas mehr Tempo nach vorne, produzierte aber kaum Torraum- oder Abschlussszenen. Die läuferisch stark geforderten Preußen mussten, weil es mehr und mehr an der Entlastung mangelte, vorne wechseln und brachten neue Offensivspieler. Die Uhr schien für die bis dato sehr sattelfesten Gastgeber zu ticken, aber die Fohlen kamen noch zu dieser einen von den Adlern unterschätzten Szene.

„Die Jungs sind jetzt erst einmal bitter enttäuscht. Ich verstehe das, aber ich bin insgesamt zufrieden. Denn wir hatten eine Idee und haben vieles sehr richtig umgesetzt“, sagte SCP-Trainer Cihan Tasdelen. „Wir haben jetzt schon vier Punkte gegen den Abstieg geholt. Und die Saison ist ja noch sehr frisch.“

SC Preußen U 19: Klante – Scherr, Woitaschek, Merhi – Lackmann, Polm, Cakmakci (88. Guirhil), Conze, Klann (24. Ströker) – Steinkötter (73. Leifeld), Akono (81. Touray)



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