So., 20.08.2017

Fußball: 3. Liga Kein Schmusekurs: „Scheiß-DFB“

Rauchtöpfe im Preußenstadion, der DFB war als Schuldiger an dieser Stelle ausgemacht.

Rauchtöpfe im Preußenstadion, der DFB war als Schuldiger an dieser Stelle ausgemacht. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Anti-Stimmung gegen den Deutschen Fußball-Bund im Ultra-Bereich sowie bei der aktiven Fanszene der Preußen. Hinter einem riesigen Banner wurden dann gleich Rauchtöpfe gezündet. Der SCP wird trotz des „neuen Schmusekurses“ des DFB dafür eine Geldstrafe erhalten.

Von Alexander Heflik

Anfang der Woche sorgte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, für ein gewisses Aufsehen. Kurz nach den Vorfällen beim Pokalspiel zwischen Gastgeber Hansa Rostock und Hertha BSC sowie der „Kriegserklärung“ von Ultra-Gruppierungen in Richtung des nationalen Fußballverbandes hatte der DFB-Chef einen neuen Ton angeschlagen. Tenor: Keine Kollektivstrafen, keine Blocksperren, keine Geisterspiele oder Teilausschlüsse für ganze Fangruppen bei Fehlverhalten Einzelner. Dialogbereitschaft sollte das signalisieren, das Ende der Eiszeit. Schmusekurs.

In Münster waren sich die Ultras oder auch aktive Fanszene allerdings einig. „Scheiß-DFB“ klang es als Wechselgesang von der Westkurve der Gäste zur Ostkurve der Hausherren. Dann wurde ein Banner ausgerollt, das fast die komplette Ostkurve ausfüllte, „Scheiß-DFB“ wäre dabei ein noch ein freundlicher Schriftzug gewesen, die Worte waren derber. Erwartungsgemäß wurden hinter dem Banner reichlich Rauchtöpfe gezündet. An einer Geldstrafe dürfte der SCP nicht vorbeikommen.



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