So., 20.08.2017

Fußball: Westfalenliga Borgmann köpft Preußen-Reserve zum Sieg gegen Herford

Nicht mit dem Fuß, sondern mit dem Kopf sorgte Jannik Borgmann für die Entscheidung. Preußens Verteidiger erzielte gegen den SC Herford um Niklas Wittmann (l.) den 2:1-Siegtreffer.

Nicht mit dem Fuß, sondern mit dem Kopf sorgte Jannik Borgmann für die Entscheidung. Preußens Verteidiger erzielte gegen den SC Herford um Niklas Wittmann (l.) den 2:1-Siegtreffer. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Es war ein Defensivspieler, der für den ersten Saisonsieg des SC Preußen Münster II gesorgt hat. Jannik Borgmann bugsierte den Ball mit dem Kopf zum 2:1 in die Maschen und löste damit bei seinen Teamkollegen großen Jubel aus.

Von Thomas Austermann

Das „Schwergewicht“ der jung besetzten Zweiten des SC Preußen Münster war nach Eckball nicht zu bremsen: Verteidiger Jannik Borgmann wuchtete am ersten Pfosten lauernd den Ball per Kopf zum Siegtreffer ins Netz. Das 2:1 (1:0) gegen den sehr erwachsen besetzten SC Herford verdiente sich der Gastgeber der Westfalenligapartie vor allem vor der Pause.

Wieder im 3-4-3-Format schickte Preußentrainer Sören Weinfurtner die spielstarke Elf raus und erlebte schnell das Erfolgserlebnis, das wie nach Plan und mit viel Tempo herausgespielt wurde über die linke Seite. Julian Sammerls Hereingabe verpasste zwar Fabian Kerelaj, aber nicht Torjäger Luca Steinfeldt (7.). Herford gestattete dem agilen Gegner Räume, die immer wieder effektiv und mit wechselndem Personal besetzt wurden. Außen drangen die Adlerträger nach giftigen Kombinationen wiederholt bis zur Grundlinie. Dann mangelte es aber an der Zuspielpräzision. Und Borgmanns Kopfball nach Sammerl-Ecke kam zu unplatziert (28.). Die Ostwestfalen regten sich auf, weil das 1:1-Tor durch den Techniker Khalil Kleit (30.) wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht gegeben wurde. Ansonsten kamen die von Routinier Pascal Röber, dem nimmermüden 30-Jährigen, angetriebenen Gäste kaum zu Abschlüssen. Preußens Abwehr-Mittelmann Nils Burchardt steuerte die Dreierkette klug, in der Neuzugang Marius Mause einen Platz ergattert hat.

Herford trat nach dem Wechsel dominanter auf, drückte Preußens rechte Seite mehr und mehr in die Reaktion und agierte bissiger. Die durchaus beeindruckten Münsteraner kassierten das 1:1 (60.) durch Jannis Wehmeier, den Stürmer Vadim Thomas bestens bedient hatte. Die letzte halbe Stunde wurde eine offene Begegnung. Weinfurtner setzte mit Andre Born und Nicolas Kriwet zwei schnelle Neue ein. Borgmann hielt es eh kaum hinten und nach dem Born-Standard stoppte ihn kein Gegner mehr (83.).

Preußens Profi Mehmet Kara spielte ein paar feine Bälle, aber er fällt mangels Dynamik und Entscheidungsfreudigkeit noch etwas ab in dem hellwachen Team, das auf eigene Aktionen getrimmt ist. „Wir hätten höher führen müssen, unser Spiel war vor der Pause geduldig und reif“, sagte Weinfurtner. Der große Zusammenhang sei dann gegen die dynamischen Herforder mit ihren gescheiten Offensivkräften etwas abhandengekommen. „Über das ganze Spiel betrachtet ist der Sieg verdient“, wertete der Coach, der einige Akteure auf der Bank belassen musste, die bald ihre Ansprüche auf eine Nominierung deutlich machen. – SCP II: Tantow – Mause, Burchardt, Borgmann – Brodersen, Benmbarek (63. Born), Budak, Sammerl – Kerelaj (87. Böhmer), Steinfeldt, Kara (77. Kriwet)



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