So., 03.09.2017

Fußball: Westfalenliga Steinfeldt trifft gegen Spexard dreifach für dominante Preußen

Innenverteidiger Jannik Borgmann und die Preußen-Reserve hatten gegen Robin Drücker und den SV Spexard von der ersten Minute an alles im Griff.

Innenverteidiger Jannik Borgmann und die Preußen-Reserve hatten gegen Robin Drücker und den SV Spexard von der ersten Minute an alles im Griff. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Ein 4:1 klingt ja schon deutlich, doch dieses Ergebnis spiegelte noch nicht mal die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen zwischen Preußen Münster II und dem SV Spexard wider. Stürmer Luca Steinfeldt war jedenfalls als dreifacher Torschütze Mann des Spiels.

Von Thomas Austermann

Im zweiten Heimspiel legte Preußen Münster II gegen den punktlosen Westfalenliga-Letzten aus Gütersloh die Ungeduld schnell ab, die die klare Favoritenrolle mit sich bringt. Mit 4:1 (2:0) viel zu knapp besiegt wurde ein restlos überforderter SV Spexard, dessen Trainer Olaf Sieweke zurückgetreten war. Co-Trainer Charbel Abdullahat hatte das Sagen. Zu beneiden war er nicht angesichts des Klassenunterschieds, den die meist quicklebendigen Preußen offenlegten. Luca Steinfeldt erzielte drei Treffer.

Im 4-3-3-Format und mit schnellen wie spielstarken Akteuren in der Offensive rückten die Adlerträger dem tief stehenden Gast zu Leibe. Youngster Ali Ibraim, der kleine Tempodribbler, feierte wie später Timon Schmitz seine Ligapremiere im Erwachsenenbereich und machte seine Sache gut. Durch die ständig mit vorrückenden Ismail Budak und Fabian Kerelaj wuchs Preußens Offensivpräsenz wiederholt an. Das zahlte sich fix aus. Erst bediente Ibraim Torjäger Steinfeldt, der sich perfekt drehte zum 1:0 (10.), dann setzte Mehmet Kara über links Kerelaj ein, der selbst ins lange Eck traf (13.).

Die Disziplin zur Vorgabenerfüllung war ebenso gut wie die Entscheidung, sich mit dem allseits bekannten Spielleiter Maik Echelmeyer auf keinerlei auch nur leise Gespräche einzulassen. Steinfeldts Kopfball (36.) und der Freistoß an die Latte durch Nils Burchardt (40.) hätten ebenso gut sitzen können. Als Sechser rückte Burchardt in die Rolle des Rhythmusgebers und brillierte als nahezu immer anspielbare wie fehlerfreie Pass-Maschine. „Er ist seit Wochen in überragender Form“, lobte sein Trainer Sören Weinfurtner.

Die nur ausnahmsweise auf eigene Attacken erpichten Ostwestfalen, die nicht in Unfairness verfielen, wollten sich nach dem Wechsel schadloser halten. Aber Preußen-Kapitän und Außenverteidiger Samy Benmbarek und Kara spielten sich per Doppelpass links durch – und Steinfeldt netzte im zweiten Versuch ein (52.). Vier Minuten später tauchte er nach einem langen Ball frei vor dem wackeren SVS-Keeper Niklas Drücker auf, umspielte ihn und erhöhte. Die auch konditionell jetzt wegbrechenden Gäste hatten Glück, dass die Preußen fortan oft den komplizierten Weg zum Abschluss wählten. Sie hätten den Gegner locker abschießen können, aber „jetzt lief einiges im Kopf zu langsam“, wie Weinfurtner wertete. „In der Box gab es den einen Kontakt zu viel.“ Zum Überdruss erlaubten die Führenden dem Gäste-Stürmer Robin Drücker den Ehrentreffer (89.). Geschenkt? „Solche Nachlässigkeiten brechen uns in engeren Spielen das Genick“, sagte Weinfurtner („Wir haben den Gegner doch komplett beherrscht“) und sah mehr als nur den Schönheitsfleck. SCP: Tantow – Brodersen (59. Voß), Mause, Borgmann, Benmbarek – Budak, Burchardt, Kerelaj (59. Schmitz) – Ibraim, Steinfeldt, Kara (68. Born)



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