Do., 07.09.2017

Fußball: 3. Liga Preußen-Defensivmann Mai hat seinen Rhythmus gefunden

Sebastian Mai (r./hier gegen Paderborns Sven Michel), seit Saisonbeginn mit Zöpfchen unterwegs, geht auf dem Feld keinem Zweikampf aus dem Weg.

Sebastian Mai (rechts, hier gegen Paderborns Sven Michel), seit Saisonbeginn mit Zöpfchen unterwegs, geht auf dem Feld keinem Zweikampf aus dem Weg. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Innenverteidigung oder defensives Mittelfeld? Sebastian Mai ist es mittlerweile völlig egal, wo er aufgestellt wird. Auf beiden Positionen kann er seine Stärken einbringen. Viel wichtiger ist dem Preußen-Akteur, dass er für sich ein stabiles Niveau gefunden hat. Am Freitag trifft er mit dem SCP auf seinen Ex-Club FSV Zwickau.

Von Thomas Rellmann

Wenn die Preußen auf den FSV Zwickau treffen, ist Sebastian Mai naturgemäß ein gefragter Ansprechpartner. Bis Sommer 2016 spielte er für die Sachsen, stieg mit ihnen in die 3. Liga auf, in der er nun zum dritten Mal mit Münster auf seinen Ex-Club trifft. Die bisherigen beiden Vergleiche gewann sein neues Team (1:0, 4:0). Nun kommt es am Freitag zum dritten Auf­einandertreffen, diesmal un­ter Flutlicht (19 Uhr).

Der Gastgeber hofft nach drei sieglosen Punktspielen auf einen Sieg – doch das Schlusslicht, das noch gar nicht gewonnen hat, braucht ihn noch dringender. „Dass es nach der Top-Rückrunde so nicht weitergeht, war ja zu erwarten. Aber dass ­Zwickau als Tabellenletzter kommt, hätte ich trotzdem nicht gedacht“, sagt Mai. „Sich darauf zu verlassen, dass noch mal so eine Aufholjagd gelingt, wäre falsch.“

Die letzten zwei Heimniederlagen sollen revidiert werden

Für die Preußen geht es vor allem darum, die jüngsten beiden Heimpleiten zu revidieren. „Wir spielen zu Hause und müssen dominant auftreten, dann gewinnen wir auch mal wieder ein Heimspiel“, sagt Mai. Ob er selbst dann im Abwehr­zentrum oder als Absicherung davor aufläuft, ist noch nicht absehbar. Zum Ende der Vorsaison und zuletzt auch in der laufenden verlagerte Trainer Benno Möhlmann seinen Arbeitsplatz um eine Reihe nach vorn. „Ich glaube, wenn wir offensiv mehr bewegen wollen, bin ich im Mittelfeld gefragt, weil ich die hohen Bälle früh abräume“, so der 23-Jährige. „Aber mir gefällt beides, auch wenn es anfangs eine Umstellung war.“

Zuletzt beim 1:1 in Rostock gelang dem Blondschopf auch sein erstes Liga-Tor für die Preußen. Per Kopf, nach einer Ecke. „Die Gegner wissen, dass Adriano Grimaldi, Lion Schweers, Ole Kittner oder ich im Sechzehner lauern. Aber letztes Jahr waren wir nach Standards nie richtig gefährlich. Da gab es serienweise kein Tor. Jetzt sind die Abläufe besser abgestimmt. Und in Rostock hat Philipp Hoffmann den Ball perfekt verlängert, den hatte keiner auf dem Schirm.“

Optimistisch in die Zukunft

Mai klingt äußerst zuversichtlich. Er hat nach einer wechselhaften ersten Spielzeit offenbar seinen Rhythmus gefunden, der Stammplatz ist inzwischen unstrittig. „Ich habe eine gute Entwicklung gemacht und aus der vergangenen Saison viel mitgenommen. Für Fußballer ist es ja immer schwierig, wenn man auf einem Abstiegsplatz steht. Da kamen viele Faktoren zusammen, die Fans werden unzufrieden. Aus all dem habe ich gelernt.“ Mai hat offenbar noch einiges vor beim SCP.



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