So., 17.09.2017

Fußball: A-Junioren-Bundesliga Große Steinkötter-Show beim 4:0 der Preußen über Duisburg

Julian Conze (r.) war einer der Zulieferer für Goalgetter Justin Steinkötter (kleines Bild). Hier zieht er dem Duisburger Dennis Durmus leichtfüßig davon.

Julian Conze (r.) war einer der Zulieferer für Goalgetter Justin Steinkötter (kleines Bild). Hier zieht er dem Duisburger Dennis Durmus leichtfüßig davon. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Der erste Heimsieg ist unter Dach und Fach für die A-Junioren des SC Preußen. Justin Steinkötter war zweifellos der Mann des Tages. Er erzielte alle vier Tore für die Gastgeber beim 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg. Den Underdog-Status ist Münster wohl erst mal los.

Von Thomas Austermann

Gut möglich, dass diese A-Junioren demnächst auf großen Widerstand treffen. Weil sie keiner mehr unterschätzt. Mit dem ersten Heimsieg in der Bundesliga, dem 4:0 (2:0) über den zuvor besser platzierten MSV Duisburg, lieferten die U-19-Fußballer des SC Preußen Münster eine reife Leistung ab, die zukunftsweisend sein kann. Der Spieler des Tages: Justin Steinkötter schoss alle Treffer und brillierte im Sturm mit sicherem Gespür, großer Einsatzfreude und frappierender Abschlussqualität.

Er verdoppelte seine Saisonausbeute auf acht Tore. Einen Viererpack gab es für zuletzt im August 2016 – durch Tobias Warschewski gegen Bielefeld. Gegen die Zebras spielte der nie zu bremsende Steinkötter zuerst mit Malik Cakmakci und dann Julian Conze vorne drin. Cyrill Akono kam, weil er kaum trainiert hatte, nicht zum Zug. Auch andere Ausfälle wurden aufgefangen.

Das auf Kunstrasen verlegte Spiel sah zunächst nicht nach einer klaren Sache aus, denn Duisburg setzte sich robust und selbstbewusst in Szene. Aber Sechser und Linksfuß Jari Polm spielte einen idealen Pass in die Tiefe, den Steinkötter bestens mitnahm zum 1:0 (13.). Noch agierten die Preußen eher aus der Konter-Anlage heraus, weil ihnen erst tief in der eigenen Hälfte die Ballgewinne gelangen. Aber Polm hatte, auch als Eroberer gefordert, wiederholt Auge und Vermögen für starke Zuspiele in den Laufweg. Steinkötter vergab einmal (39.), aber von Polm initiiert war der nächste Angriff nicht zu stoppen. Conze bediente den Torschützen (43.). Und Steinkötter legte nach dem Wechsel volley noch einen drauf (49.), wieder war der jetzt besser eingebundene Kapitän Conze Vorbereiter. Duisburg resignierte, denn die Preußen hielten Ordnung, Konzentration und Eifer hoch. Abwehrchef Jonas Ströker sorgte besonnen für Ruhe, andere setzten die Attacken um. Steinkötter traf weiter: Das 4:0 (69.) machte er mit der Fußspitze. Der MSV hatte keine Szene mehr. „Das war vor allem in Halbzeit zwei richtig gut“, sagte Trainer Cihan Tasdelen. „Wir haben uns gesteigert, viel öfter den Ballgewinn erreicht und gar nichts zugelassen.“ SCP: Klante – Scherr, Ströker, Merhi (62. Düzgün) – Klann, Lackmann, Polm, Conze (79. Stummer), Schulz – Cakmakci (77. Demir), Steinkötter (76. Touray)



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