So., 17.09.2017

Fußball: Westfalenliga 1:1 beendet kleine Serien von Preußen II und TuS Hiltrup

Im Regen hat Schiedsrichterin Vanessa Arlt alles im Griff: In dieser Szene rutscht SCP-Mittelfeldmann Ismail Budak weg, Eric Rottstegge (l.) und Robin Wellermann (M.) profitieren.

Im Regen hat Schiedsrichterin Vanessa Arlt alles im Griff: In dieser Szene rutscht SCP-Mittelfeldmann Ismail Budak weg, Eric Rottstegge (l.) und Robin Wellermann (M.) profitieren. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Es war ein intensives Derby, das sich Preußen Münster II und der TuS Hiltrup lieferten. Spät kam der Gastgeber durch Luca Steinfeldt zum 1:1-Ausgleich. Unterm Strich konnten beide Seiten mit dem Remis ganz gut leben.

Von Thomas Austermann

Die Gastgeber siegten erstmals nicht auf ihrem Kunstrasen, der Gegner erstmals nicht als Gast. Das phasenweise rassige Westfalenliga-Derby zwischen Preußen Münster II und dem TuS Hiltrup endete 1:1 (0:0) nach einem Duell der unterschiedlichen Spielanlagen. Mit diesem Resultat verhagelte es niemandem den Sonntag, auch wenn beide Teilserien rissen.

Mit Lennart Stoll aus der Profi-Abteilung, für den Fabian Kerelaj weichen musste, und jeder Menge Power starteten die Adlerträger, was den TuS nicht eben überraschte. Christoph Blesz rettete auf der Linie gegen den Kopfball von Jannik Borgmann (10.), dem bärenstarken Mann aus der Dreierkette, der sich immer vorne einschaltete und bei Standards Präsenz bewies. Mehmet Kara war gut drin und lieferte viel für die Offensive. Kai Kleine-Wilke stellte sich dem bald 34-Jährigen in den Weg. „Wir hatten Mühe in der Phase, dieses Kombinationsspiel zu stoppen“, sagte TuS-Trainer Carsten Winkler, der aber erste Entlastungen erlebte durch den enorm einsatz- und laufstarken Robin Wellermann, der nicht bloß auf Anspiele wartete, und Guglielmo Maddente. Der forderte den bestens reagierenden Preußen-Keeper Stephan Tantow am schärfsten heraus (37.). „Diese Halbzeit ging an uns“, wertete SCP-Coach Sören Weinfurtner trotz der Szene. „Die Chancen hatten wir, da war auch die Geduld noch da. Und zugelassen wurde nichts.“

Das sollte sich ändern, denn der nun konsequent aufmerksame TuS verfeinerte sein Umschaltspiel und überbrückten Raum. Wellermann wurde so gerade eben von Ismail Budak ausgebremst (52.). Weinfurtner wechselte doppelt und offensiv. Für Kara kam Kerelaj, für Verteidiger Marius Mause der kleine Dribbler Ali Ibraim. Die bewegungsfreudigen Akteure sollten den TuS müde spielen.

Hiltrup aber schlug zu nach Balleroberung. Wellermann setzte Eric Rottstegge ein, der aus 16 Metern am herausgelaufenen Tantow vorbei traf (62.). Mit dem Treffer war es mit der Geduld der Preußen so ziemlich am Ende. Bisweilen hektisch wurde verteidigt, Angriffe waren nicht klug angelegt. Weinfurtner nahm mit Nils Burchardt den zentralen Abwehrmann raus und brachte André Born für den Flügel. Viel mehr Risiko ging nicht.

Hiltrups bewährte Formation konterte weiter, während die Preußen erst spät zum Abschluss kamen. Über Kerelaj wurde ein Angriff durchgespielt, bis Luca Steinfeldt in Position war und traf (83.). Der Druck der Preußen nahm nicht ab, aber die beste Szene hatte der TuS. Wellermann drehte sich ideal und traf nur den Pfosten (88.). „Wir haben uns vom 0:1 beeindrucken lassen und sind zu früh ins Risiko gegangen“, sagte Weinfurtner. „Auch wenn wir viel Druck aushalten mussten, haben wir es immer komplizierter gemacht für die Preußen“, lobte Winkler seinen TuS. SCP: Tantow – Mause (59. Ibraim), Burchardt (73. Born), Borgmann – Brodersen, Benmbarek, Budak, Sammerl – Stoll, Steinfeldt, Kara (59. Kerelaj) TuS: Böcker – Kleine-Wilke, Beyer, Finkelmann, Blesz – Rottstegge, Wiethölter (72. Castro) – Fromme (86. Beuker), Maddente, Bohnen (86. Tipkemper) – Wellermann

Mehr zum Thema



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5159074?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F