Fr., 29.09.2017

Preußen Münster: Stadionbau Greven, Senden – oder Münster: SCP will Grundsatzentscheidung noch in 2017

Preußen Münster: Stadionbau: Greven, Senden – oder Münster: SCP will Grundsatzentscheidung noch in 2017

Preußen-Fans wehren sich gegen ein Stadion außerhalb der Stadtgrenzen. Foto: Dirk Anger

Münster - 

Plan A bleibt Münster: Vorstand und Aufsichtsrat des SC Preußen Münster verfolgen weiterhin den Neubau eines bundesligatauglichen Stadions in Münster. Für den Fall des Scheiterns bleibe als Alternative ein Neubau in einer Nachbargemeinde.

Von Dirk Anger, -pd-

Vorstand und Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten SC Preußen Münster stehen mit Vertretern aus Senden und Greven im Gespräch über den möglichen Bau eines Fußball-Stadions. Das bestätigte der Verein am Freitag offiziell.

Zwar habe weiterhin der Neubau eines bundesligatauglichen Stadions in Münster Priorität. Für den Fall des Scheiterns bleibe aber als Alternative ein Neubau in einer Nachbargemeinde. Bis Ende des Jahres soll eine Grundsatzentscheidung fallen. „Der Korridor für die Umsetzung einer solchen Win-win-Situation ist endlich – es wäre fahrlässig, ihn verstreichen zu lassen“, heißt es in einer Mitteilung.

Nachdem zwischen dem Verein und der Stadt Münster drei mögliche Standorte für den Neubau eines Stadions ermittelt wurden, wartet der Verein weiterhin auf eine endgültige Entscheidung der städtischen Gremien über den Fortgang des Prozesses. Dabei hegt der Verein keine großen Hoffnung mehr: Aktuell werde es eine Mehrheit für die Entwicklung eines Grundstückes in diese Richtung nicht geben. „Angesichts des sich immer mehr verschärfenden Zeitdrucks erwarten wir von der Ratssitzung am 18. Oktober eine definitive Entscheidung.“

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Einen möglichen Ausbau an der Hammer Straße sieht der SCP mit vielen Unsicherheiten behaftet. Zwar genieße die bestehende Anlage Bestandsschutz. Das laufende Bebauungsplanverfahren sei aber immer noch nicht abgeschlossen. Auch die Kostenfrage sei ungeklärt, heißt es. Der Verein könne einen solchen Umbau aus eigenen Mitteln nicht tragen. Private Investoren wollen bislang nicht investieren. 

Dennoch ist es aus Preußen-Sicht wichtig, eine entscheidungsfähige Grundlage zu schaffen – „der aktuelle und schon lange existierende Zustand dieser städtischen Liegenschaft ist eine Zumutung für Spieler und Zuschauer“.

Das meint die Ratspolitik

„Die Rathaus-CDU wird dem Bebauungsplan ,Sportpark Berg Fidel´ mit der weiteren Sanierung des Preußen-Stadions zustimmen und damit der Verantwortung für die städtische Spielstätte an der Hammer Straße gerecht, für das in den vergangenen Jahren bereits rund zehn Millionen Euro städtischer Mittel aufgewendet worden sind“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber. Derzeit gebe es keine realistische Perspektive für einen anderen Stadionstandort in Münster.

In der Nachbarschaft an der Stadtgrenze ein Stadion zu errichten, könne für die weitere Zukunft ein interessanter Ansatz sein, so Weber. Dagegen ist nach Ansicht der SPD  ein Stadion-Standort in Münster realisierbar. 

Wie berichtet, haben Preußen-Verantwortliche das Gesprächsangebot der Gemeinde Senden über die Entwicklung eines Standorts in Bösensell aufgenommen – übrigens in Kenntnis des münsterischen Oberbürgermeisters, wie der SCP sagt. Die dortige Fläche sei aus Sicht von Investoren geradezu optimal. Die Gespräche mit der Stadt Senden seien vom Willen geprägt, zu einem positiven Ergebnis zu kommen.

Auch mit Repräsentanten der Stadt Greven wurde nach Preußen-Angaben gesprochen. Auch dort gebe es eine hohe Bereitschaft, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Die in Betracht genommenen Flächen liegen in unmittelbarer Nähe des Bahnhaltepunktes Sprakel sowie eines Anschlusses der A1. 

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