Fr., 13.10.2017

Fußball: Westfalenliga Kara initiiert Schützenfest beim 6:0 von Preußen Münster II gegen Clarholz

Als Vorbereiter in seinem Element: Mehmet Kara (rechts) legte fünf Treffer auf.

Als Vorbereiter in seinem Element: Mehmet Kara (rechts) legte fünf Treffer auf. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Was für ein Schützenfest: Preußen Münsters zweite Garde hat am Freitag Victoria Clarholz mit 6:0 auf die Heimreise geschickt. Luca Steinfeld traf viermal, Mehmet Kara legte fünfmal fein auf.

Von Thomas Austermann

Wenn diese Elf derart elanvoll auftrumpft, nachdem sie in ein griffiges Format umgestellt worden war, ist ihr kaum beizukommen. Preußen Münsters Zweite glänzte im Freitagspiel der Westfalenliga und schoss den Gast Victoria Clarholz mit dem Saison-Rekordsieg von 6:0 (4:0) ab. Offensiv trumpften zwei Spieler besonders nachhaltig auf. Mehmet Kara bereitete gleich fünf Treffer vor, Torjäger Luca Steinfeldt schraubte mit einem Viererpack sein Konto auf zehn Treffer hoch. Und er tat selbst ungemein beweglich sehr viel dafür.

Clarholz schrumpfte erst nach einer guten Startphase zum Spielball der diszipliniert auf Tempo und Passqualität setzenden Preußen, denn zunächst sucht die Victoria ihr Heil im schnellen Umschalten und konterte ansehnlich. Münsters Trainer schritt ein: Sören Weinfurtner erkannte das Manko des 4-4-2-Systems und stellte auf Dreierkette plus verstärkte Außenbahnen um. „Unser Spiel bekam mehr Breite, wir haben besser aufgebaut und standen besser gegen die Konterspieler“, nannte der Taktiker Vorteile. Dass die Gäste mit dem reaktivierten Sebastian Wieneke im Tor spielen mussten nach Ausfall mehrere Keeper, war beim 1:0 (17.) durch den Fernschuss von Nicolas Kriwet erkennbar. Hier reagierte der tapfere Mann gar nicht. Der starke „Stand-by“-Schnapper Jonathan Mellwig sprang aus verständlichen Gründen nicht ein – steht er doch in Diensten des SCP als Torwarttrainer der Zweiten wie der Junioren.

An Wieneke lag es auch nicht, dass die Preußen ihren großen Schwung immer wieder umsetzten und einen Klassenunterschied offen legten. Kriwet verschaffte durch aggressives Anlaufen Steinfeldt den Platz zum 2:0 (27.), Kara spielte den rackerenden Stürmer zum 3:0 wie 4:0 frei (38./45.). Auch mit Personalwechseln änderte sich am Einbahnstraßenfußball nichts. Kara wollte den Ball haben und den Verteiler geben: Steinfeldt bekam den nächsten Pass über die Kette zum 5:0 (56.) von ihm serviert, Julian Sammerl köpfte eine Kara-Hereingabe zum 6:0 ins Netz (62.).

Preußen II: Tantow – Brodersen, Mause (69. Voß), Borgmann, Sammerl – Kerelaj, Burchardt, Benmbarek (54. Zwick), Kara – Kriwet (60. Born), Steinfeldt



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