Do., 19.10.2017

Fußball: 3. Liga Preußen-Kapitän Grimaldi steht gegen KSC bereit

Leidenszeit beendet: Nach Muskelfaserriss und grippalem Infekt möchte Adriano Grimaldi am Samstag gegen Karlsruhe sein Comeback geben.

Leidenszeit beendet: Nach Muskelfaserriss und grippalem Infekt möchte Adriano Grimaldi am Samstag gegen Karlsruhe sein Comeback geben. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die ersehnte Rückkehr von Adriano Grimaldi auf den Rasen steht unmittelbar bevor. Der Preußen-Kapitän hat seinen Muskelfaserriss längst und seinen grippalen Infekt weitgehend auskuriert. Allerdings drohen dem SCP gegen Karlsruhe schon wieder andere Ausfälle.

Von Thomas Rellmann

Die Rückkehr des Adriano Grimaldi steht unmittelbar bevor. Fünf Wochen nach seinem bislang letzten Spiel (1:2 in Paderborn) spricht nichts mehr gegen ein Comeback des 26-Jährigen am Samstag (14 Uhr) gegen den Karlsruher SC. Damit erhält die Hoffnung des SC Preußen auf mehr Durchschlagskraft und Konstanz im vorderen Bereich auf einen Schlag reichlich neue Nahrung.

Rückblende: Am 16. September zog sich Münsters Kapitän, Solostürmer und Schlüsselspieler kurz nach der Pause in Ostwestfalen einen Muskelfaserriss zu. Der Angreifer, der vor einem Jahr wegen einer ähnlichen Verletzung mehrere Monate ausgefallen war, blieb vorsichtig, verpasste die Partien gegen Aalen (1:1), in Jena (0:2) und letztlich auch das Derby gegen Ex-Club VfL Osnabrück (4:1). In Unterhaching (0:1) wäre die Oberschenkelblessur ausgeheilt gewesen, doch da legte ihn eine Erkältung lahm.

Seit diesem Mittwoch aber trainiert Grimaldi wieder mit der Mannschaft. Die muskulären Probleme sind längst ausgestanden, der Infekt größtenteils. „Vielleicht reicht es noch nicht für 90 Minuten, aber 60, 70 traue ich mir schon zu“, sagt der Spielführer. „Mal sehen, was der Trainer vorhat.“ Benno Möhlmann hat möglicherweise gar keine andere Wahl, als seinen Torjäger gleich in die Startelf zu beordern. Denn in dieser Sache plagte sich auch Tobias Rühle, der zuletzt vorne drin spielte, mit Grippesymptomen herum. „Ich könnte mich auch mit der Jokerrolle anfreunden, bin aber für beides zu haben“, sagt Grimaldi. „Angesichts der Personalnot schließe ich nichts aus.“ Mit Tobias Warschewski (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) fehlt schließlich noch ein weiterer Stürmer.

Zumindest für die Verheilung des Faserrisses war die eine Woche zusätzliche Pause nicht schlecht. Nun aber ist der Capitano wieder voll gefordert. Dass seine Genesung auf allen Ebenen ungeduldig erwartet wurde und er fast schon in die Rolle des Messias gedrängt wurde, lässt ihn kalt. „Damit kann ich umgehen. Das ist der ganz normale Druck, den mache ich mir auch selbst. Ist doch klar, dass der Name eines Fehlenden fällt, wenn es nicht ganz rund läuft.“

Unglücklich findet er allenfalls den Zeitpunkt, um auf den KSC zu treffen. Nach einem miserablen Start und dem Trainerwechsel (Alois Schwartz für Marc-Patrick Meister) hat der Top-Favorit Fahrt aufgenommen und giert nach dem ersten Auswärtssieg. „Die Findungsphase ist wohl beendet“, sagt Grimaldi. „Aber ändern können wir das sowieso nicht.“

Neben dem drohenden Ausfall von Rühle fehlt dem SCP auf jeden Fall Nico Rinderknecht, der sich am Montag im Training einen Teilanriss des Außenbandes im Sprunggelenk zuzog und nun passen muss. Der 20-jährige Leihspieler war in den vergangenen Wochen auf der Zehnerposition gesetzt.

Mai muss aufpassen

► Im Zuschauerranking belegt der SC Preußen in dieser Saison bislang lediglich Platz acht mit 7315 Besuchern im Schnitt. Es führt zurzeit der 1. FC Magdeburg (17720) vor Hansa Rostock (11 167), dem Karlsruher SC (10 274), dem VfL Osnabrück (8019), dem SV Meppen (7734), dem Chemnitzer FC (7644) und dem SC Paderborn (7518).

► 24 Gelbe Karten und noch nicht einen Platzverweis kassierten die Preußen in zwölf Partien. Das macht Platz sechs in der Fairnesstabelle. Sebastian Mai droht als einzigem mit bislang vier Verwarnungen bei der nächsten eine Sperre. Zwei Mal Gelb sahen bisher Lion Schweers, Tobias Rühle, Adriano Grimaldi, Stéphane Tritz, Nico Rinderknecht und Jeron Al-Hazaimeh.

► Zwei Elfmeter bekam Münster bisher zugesprochen. Beide in einem Spiel. Den ersten verwandelte Martin Kobylanski gegen den VfL Osnabrück, mit dem zweiten scheiterte er an Keeper Marius Gersbeck.

► Unter den Torjägern der 3. Liga tauchen die Preußen erst spät auf. Kobylanski liegt mit drei Treffern an 24. Stelle und teilt sich diesen Platz mit neun weiteren Spielern. Der Pole steht zudem gemeinsam mit acht Profis als bester Münsteraner an 21. Stelle der Scorer-Wertung mit insgesamt fünf Punkten. 



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