Fr., 20.10.2017

Fußball: 3. Liga Auswärtsbilanz des KSC erzeugt Wachsamkeit bei den Preußen

SCP-Abwehrchef Sebastian Mai (r.) und die Preußen streben den dritten Heimsieg der Saison an.

SCP-Abwehrchef Sebastian Mai (r.) und die Preußen streben den dritten Heimsieg der Saison an. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das schwächste Auswärtsteam der Liga ist am Samstag im Preußenstadion zu Gast. Die Münsteraner lehnen sich angesichts dieser Bilanz aber nicht zurück, sondern wollen ihr mit erhöhter Wachsamkeit begegnen. Ziemlich offen ist noch, wie die Startelf aussieht.

Von Thomas Rellmann

Der Blick auf die Auswärtstabelle könnte für Beruhigung bei den Anhängern des SC Preußen sorgen. Denn der – daheim zuletzt drei Mal siegreiche Karlsruher SC – tritt am Samstag (14 Uhr) als Schlusslicht dieser Wertung an der Hammer Straße an, hat erst einen von 18 möglichen Punkten in der Fremde ergattert. Doch Münsters Fans sind – nicht erst seit dieser Woche und der zu erwartenden Stadion-Enttäuschung im Stadtrat – selten zuversichtlich, sondern eher fatalistisch unterwegs. Der Tenor lautet: „Hoffentlich werden wir nicht wieder zum Aufbaugegner.“

Hoffen auf ein positives Publikum

Trainer Benno Möhlmann hat da natürlich andere Pläne, kann eine gewisse Skepsis aber auch nicht verbergen: „Für mich ist so eine Bilanz beim Gegner auch immer eine Gefahr. Die Karlsruher hätten nach ihrer Einschätzung auswärts bisher auch mehr holen können und wollen die Ausbeute natürlich ändern.“ Auf ein unruhiges Publikum an der Hammer Straße sollte der Zweitliga-Absteiger jedoch nicht hoffen. Zumindest bislang unterstützten die Fans den SCP nahezu bedingungslos. „Und das ist mir auch lieber, wenn die Zuschauer zur Mannschaft stehen. Kritik können sie gerne nach den Spielen äußern“, sagt der Coach.

Nach dem 0:1 in Unterhaching ist seine Elf wieder am Rande der Abstiegszone angekommen, auf Platz 17. Die Harmlosigkeit im Vorwärtsgang war dort signifikant, vielleicht fehlte auch der letzte Tick Entschlossenheit. „Wir haben zu viele Spieler, die nicht 90 Minuten davon leben zu kämpfen und zu rennen“, sagt Möhlmann offen. „Aber wir wissen auch, dass wir einige Partien nicht zwingend verlieren mussten. In der 3. Liga bleibt es dabei, dass eine einzelne Situation alles entscheiden kann.“

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Ein Denkmodell zur Aufstellung

Im Training haben die Münsteraner in dieser Woche konkret Lösungen für den Weg zum Tor erarbeitet. Die größte Hoffnung besteht aber in der Rückkehr von Adriano Grimaldi. Ob der Kapitän gleich anfängt, ist noch offen. Ein Denkmodell wäre, dass er sich mit dem zuletzt ebenfalls von einem grippalen Infekt ausgebremsten Tobias Rühle die volle Spielzeit in der Spitze aufteilt. Dazu muss Nico Rinderknecht, zuletzt fünf Mal als Zehner nominiert, ersetzt werden. Moritz Heinrich oder Lennart Stoll kämen infrage, aber auch eine offensivere Ausrichtung zu Hause. Der genesene Sandrino Braun dürfte zudem eine größere Rolle spielen in den Überlegungen des Trainers. Allzu viel verraten möchte Möhlmann aber noch nicht: „Das würde meinem Kollegen in die Karten spielen.“ SCP: Körber – Tritz, Kittner, Mai, Menig – Wiebe, Braun – Hoffmann, Rizzi, Heinrich – Rühle



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