Sa., 28.10.2017

Fußball: 3. Liga Im Luxus-Bus auf Tour: Preußen Münster reist zum SV Wehen Wiesbaden

Fußball: 3. Liga: Im Luxus-Bus auf Tour: Preußen Münster reist zum SV Wehen Wiesbaden

Selten, aber hübsch anzusehen: Ein Torjubel wäre mal wieder ganz nach dem Geschmack von Stéphane Tritz (links) und Martin Kobylanski. Sonntag steht das Gastspiel in Wiesbaden an. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

13 Spiele, 13 Punkte: der SC Preußen Münster tritt tabellarisch auf der Stelle. Am Sonntag geht es zum SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen sind mit 26 Zählern Vierter im Ranking. Von der Papierform her ein ungleiches Duell.

Von André Fischer

Diese Hessen. Den Feiertag haben sie beim SV Wehen Wiesbaden kurzerhand in dieser Woche vorgezogen. Auf Dienstag. Im DFB-Pokal hatte sich der FC Schalke 04 angesagt. Das 1:3 sahen lautstarke 12 566 Besucher – ausverkauft. Eine besondere und seltene Atmosphäre in der Brita-Arena.

Am Sonntag, wenn die Preußen aus Münster kommen, wird es nicht unbedingt geräuschlos zugehen, aber doch gedämpfter. 2126 Zuschauer sahen bislang im Schnitt die sechs Liga-Heimspiele. Viel mehr dürften es auch gegen die Jungs von Benno Möhlmann nicht werden. Anstoß ist um 14 Uhr.

Neuer Mannschaftsbus

Zur besten Spielzeit am Samstag wird sich der grün-weiße Tross in Bewegung setzen. Mit neuem Gefährt. Der alte Reisebus macht Platz für einen nigelnagelneuen Mannschaftsbus, der keine Wünsche mehr offen lässt. Die ursprünglich 52 Sitzplätze wurden auf 40 verringert. Mehr Beinfreiheit für alle.

Ob jetzt auch Getränke im Mittelgang gereicht werden? Höchst unwahrscheinlich – aber ein Stück weit professioneller das alles. Unverändert: Der „Boss“, der Coach, darf noch immer ganz vorne Platz nehmen. „In Frankfurt hatte das Trainerteam mal eine extra Kabine mit acht Sitzplätzen“, sagt Möhlmann während der obligatorischen Pressekonferenz. Mit einem Lächeln. Wunschdenken.

Viele Ausfälle

Was musste Münsters erfahrener Fußballlehrer unter der Woche nicht alles für aktenkundige Krankmeldungen hinnehmen. Außenverteidiger Fabian Menig (Gehirnerschütterung), Stéphane Tritz (Wadenprellung) und Sandrino Braun (Fußverletzung) hatten nach dem Karlsruhe-Spiel ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen und nahmen sich ihre Auszeit. Sebastian Mai bekam im Training einen Schlag auf die Achillessehne und musste ebenfalls die letzten beiden Tage passen. Alle vier sollten aber für das Duell mit dem SV Wehen einsatzfähig sein.

Fotostrecke: SCP vs KSC - Bilder vom Spiel

Für Lion Schweers gilt das nicht. Der Youngster ist durch eine Nasennebenhöhlenentzündung derart geschwächt, dass er die Reise-Premiere im neuen Luxus-Bus wohl verpassen wird. Und Tobias Rühle? Der 26-Jährige war nach seiner Einwechslung gegen den KSC ein lebendes Element im Preußen-Spiel, plagte sich in der Woche indes mit einer Mittelohrenzündung herum.

Wenn er mitfahren sollte, wäre er allenfalls eine Alternative für die Bank. Bleibt er daheim, darf U-19-Kicker Justin Steinkötter mit nach Wiesbaden. Der junge Mann durfte immerhin schon 15 Minuten in Unterhaching ran.

Bilanz: verbesserungswürdig

Die nackten Zahlen sprechen im Vorfeld übrigens nicht unbedingt für die Gäste. Wehen hat erst acht Treffer kassiert, das ist top für Liga drei. Der SCP hat dazu erst fünf Zähler auf fremdem Grün gesammelt. Diese Bilanz ist eines: verbesserungswürdig.

SC Preußen: Körber – Tritz, Kittner, Mai, Menig – Rizzi, Braun – Hoffmann, Kobylanski, Heinrich – Grimaldi



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