So., 19.11.2017

Fußball: Kommentar Preußen Münster steckt im Teufelskreis

Genügend Qualität? Die jüngsten Preußen-Auftritte verneinen diese Frage.

Genügend Qualität? Die jüngsten Preußen-Auftritte verneinen diese Frage. Foto: Jürgen Peperhowe

Wie kommen die Preußen sportlich wieder in die Spur? Eigentlich nur, indem sie den Kader im Winter quantitativ wie qualitativ aufwerten, schreibt unser Redaktionsmitglied Thomas Rellmann in seinem Kommentar. Das Problem: Woher soll das Geld kommen?

Der Fall auf Rang 18 hätte gar nicht sein müssen, um die Sinne zu schärfen. Doch so hat es jeder schwarz auf weiß: Preußen Münster droht der Abstieg, konkreter als je zuvor in sechseinhalb Drittliga-Jahren. Gleichzeitig steckt der Traditionsclub im Teufelskreis. Eigentlich müssten im Winter gravierende Korrekturen im Aufgebot vorgenommen werden. Doch dafür fehlen die Mittel, und eine mögliche Ausgliederung wird, wenn alles klappt, erst im Januar beschlossen. Finanziell also noch mal ins Risiko gehen?

Dieser Schritt scheint unausweichlich. Denn ein Abstieg in die Regionalliga West, in der etliche einst große Clubs (und Zweitvertretungen) nach einer Meisterschaft gieren, die noch nicht mal den direkten Aufstieg bedeutet, könnte den SCP auf Jahre in die Bedeutungslosigkeit drücken. Die Zukunft ist aktuell nicht nur wirtschaftlich gefährdeter denn je.

Ach ja – und der Trainer? Benno Möhlmann hat statistisch kaum Argumente, leidet unter dem erzwungenermaßen schmalen Personalangebot, wirkt aber keineswegs resigniert. Bis Weihnachten muss er dennoch liefern. Er trägt diesen Kader mit und verantwortet ihn.  Thomas Rellmann

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